Stadtteilleben

Im Mülheimer Kloster Saarn steigen die Raummieten ab 2020

Die Mieten für die Räume in der Bürgerbegegnungsstätte (gelbes Gebäude) steigen. Gleichzeitig werden die Nutzungszeiten für Feiern auf 22 Uhr gekürzt.

Die Mieten für die Räume in der Bürgerbegegnungsstätte (gelbes Gebäude) steigen. Gleichzeitig werden die Nutzungszeiten für Feiern auf 22 Uhr gekürzt.

Foto: Martin Möller / Funke Foto Services

Mülheim.  Die Mieten für Räume in der Begegnungsstätte Kloster Saarn steigen. Feiern sind aber nur bis 22 Uhr möglich. Mehreinnahmen sind daher fraglich.

„Etwas zu hoch ausgefallen ist die Erhöhung der Mieten für die Räume und das Geschirr in der Begegnungsstätte des Saarner Klosters.“ So reagierte Carsten Voß (Grüne) in der Bezirksvertretung 3 auf die Gebührenanhebung zur Nutzung des Bürgersaals an der Klosterstraße. Schließlich seien die Begegnungsstätten doch gerade dafür gedacht, dass sich Leute für eine Feier einen Raum oder einen Saal mieten können – zu erschwinglichen Konditionen. Gleichzeitig werden die Nutzungszeiten wegen zahlreicher Beschwerden über Abendlärm auf 22 Uhr gekürzt.

Dennoch folgte das Ortsparlament mit Mehrheit dem Votum des Klosterbeirates. Dieser hatte sich laut Mitteilung aus dem Rathaus einstimmig für die „Erhöhung der Nutzungsentgelte“ ausgesprochen. Die letzten Anpassungen der Preise liegen weit zurück: die jüngste im Jahr 2011, davor im Jahr 2001.

Gestiegene Kosten für Strom und Reparaturen auffangen

Daher sei es nur konsequent, jetzt mit einer Gebührenerhöhung die gestiegenen Kosten für Strom und Reparaturen aufzufangen. Ob es allerdings gelingt, die vom Kämmerer veranschlagten Mehreinnahmen von rund 4000 Euro in Saarn zu erzielen, daran zweifelt Werner Seeger (FDP): „Wie sollen mit gekürzten Vermietungszeiten noch Gewinne erzielt werden? Die Einnahmen werden eher sinken. Feiern dauern nun mal länger.“

Das müssten die Zahlen im nächsten Jahr ergeben. Die neuen Preise gelten ab 1. Januar 2020. Das die Eintrittspreise für Tanzcafé und Konzerte um einen Euro steigen, fanden die Bezirksvertreter angemessen.

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