Menschen machen’s möglich

Menschen machen’s möglich: Wer bekommt die 1000-Euro-Preise?

Auch im vergangenen Jahr wurde der Preis „Menschen machen’s möglich“ in der Mülheimer Stadthalle verliehen. 2019 ist es wieder soweit.

Auch im vergangenen Jahr wurde der Preis „Menschen machen’s möglich“ in der Mülheimer Stadthalle verliehen. 2019 ist es wieder soweit.

Foto: Michael Dahlke / FUNKE Foto Services

Mülheim.  Die Kandidaten stehen fest – nun können Sie abstimmen, welche Mülheimer Ehrenamtler bei unserer Aktion „Menschen machen’s möglich“ gewinnen.

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Hilfe für junge Eltern, Obdachlose oder Flüchtlinge mit Sprachproblemen, Konzerte gegen Sonntagslangeweile, der Einsatz für Bücher und einen Park, Internet für alle oder ein Mann, der kostenlose Filme über Projekte dreht. All das würde es in Mülheim nicht geben, wenn sich nicht hunderte Ehrenamtler für ihre Sache einsetzen würden.

Um dafür „Danke“ zu sagen, küren die Rheinisch Westfälische Wassergewerkschaft (RWW), die WAZ und die NRZ in ihrer jährlichen Aktion „Menschen machen’s möglich“ den Ehrenamtler des Jahres. Mit diesem Preis soll vorbildliches bürgerschaftliches Engagement geehrt werden.

Menschen machen’s möglich: Wer wird Mülheims Ehrenamtler des Jahres?

Die WAZ- und NRZ-Lokalredaktion hat daher in den Sommerferien acht Kandidaten vorgestellt. Darunter sind Mülheimer, die nicht müde werden, sich für die gute Sache einzusetzen – und sich somit das Wohl ihrer Mitmenschen zur Aufgabe gemacht haben.

Wer von ihnen aber wird der Ehrenamtler des Jahres? Das bestimmen Sie, liebe Leser. Ihre Stimme für Ihren Favoriten können Sie bis zum 11. September einmalig abgeben. Schreiben Sie uns an die WAZ-Redaktion, Eppinghofer Straße 1-3, 45468 Mülheim, per Mail unter redaktion.muelheim@waz.de oder per Fax unter 0208/ 443 08 49. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Die drei Kandidaten mit den meisten Stimmen erhalten Geldpreise von 1000 Euro. Die Ergebnisse der Abstimmung werden beim Sommerfest des Oberbürgermeisters im Garten der Stadthalle am 18. September bekannt gegeben.

Klosterbücherei: Ehrenamtler im Einsatz für tausende Bücher

Rund 6000 Arbeitsstunden waren Terry Reinke und ihre 27 Mitarbeiter im vergangenen Jahr für die Klosterbücherei Saarn im Einsatz. Zur Freude der Menschen, die seit Generationen in die Räume kommen und sich seit 170 Jahren Bücher und mittlerweile auch Zeitschriften und DVDs ausleihen können.

Rund 13.700 Medien gibt es in der Klosterbücherei auf zwei Etagen. Um bei der Literatur auf dem aktuellen Stand zu bleiben, haben die Mitarbeiter der Klosterbücherei 2018 etwa 7500 Euro in die Hand genommen. Die Summe wird in diesem Jahr wohl ähnlich sein, schätzt Reinke. 80 Prozent davon stemmt die Bücherei selbst – durch ihre Ehrenamtler. Hier gibt es die ausführliche Projektvorstellung.

„Das ist mein Zuhause“: Engagement für den Raffelbergpark

Seit 1990 setzt sich ein Mülheimer Verein für den Erhalt des Raffelbergparks am Solbad ein. Damals aus einer Bürgerinitiative entstanden, gehören heute rund 230 Mitglieder zu dem „Verein zur Erhaltung des Parks am Solbad Raffelberg“.

Seit einem Dreivierteljahr ist der Vorstand neu gewählt. Die Mitglieder haben nun einiges zutun: Es müssen neue Bäume gepflanzt werden, da vertrocknete demnächst vom Forstamt gefällt werden. Auch das Gießen der Pflanzen oder das Aufsammeln von achtlos entsorgtem Müll gehören zu den Aufgaben. Als nächste größere Aktion steht im September die Teilnahme am Tag des offenen Denkmals an. Hier gibt es die ausführliche Projektvorstellung.

Migranten als ehrenamtliche Sprachvermittler in Mülheim

55 Freiwillige – junge Mütter, Herren im Ruhestand, Menschen mitten im Berufsleben – helfen, damit sich Zuwanderer und Deutsche in Mülheim besser verständigen können. Viele Menschen, die in Mülheim leben, haben im Alltag Probleme mit Dingen, die anderen so einfach erscheinen.

Seit zehn Jahren leistet ein Projekt des Centrums für Bürgerschaftliches Engagement (CBE) mit ehrenamtlichen Sprachvermittlern wertvolle Hilfe – um Zuwanderern im Kontakt mit öffentlichen Einwanderungen zu helfen. Mit dabei sind auch Ehrenamtler, die selbst einen Migrationshintergrund haben. Einsätze in 26 verschiedenen Sprachen sind so möglich. Hier gibt es die ausführliche Projektvorstellung.

Mülheims Wellcome-Engel: Ehrenamtler entlasten junge Eltern

In den ersten Monaten nach der Geburt eines Kindes gibt es viele Herausforderungen. Um junge Eltern zu unterstützen, gibt es die „Wellcome-Engel“. Gerade für Familien, die keine große Familie in der Nachbarschaft wohnen haben, die einspringen kann.

Die Ehrenamtlerinnen – es sind in Mülheim nur Frauen – gehen an ein bis zwei Tagen pro Woche in „ihre“ Familie. Dort helfen sie den Müttern und Väter ganz individuell, indem sie mit zum Kinderarzt gehen, über den Schlaf des Kindes wachen, während die Eltern sich ausruhen oder sich um das Geschwisterkind kümmern. In Mülheim betreuen die „Wellcome-Engel“ derzeit acht Familien. Hier gibt es die ausführliche Projektvorstellung.

Filmemacher zeigt die Besonderheit des Mülheimer Engagements

Er hat einfach etwas gesucht, das ihm Spaß macht, ganz passend zum Ruhestand. Und ziemlich schnell wurde klar: Es sollten Filme sein. Peter Blenkers (68) dreht in seiner Freizeit Imagefilme für das Mülheimer Centrum für bürgerschaftliches Engagement (CBE).

Für seine Video-Premiere drehte er einen Nachhilfe-Lehrer – im Jahr 2017. Mittlerweile sind weitere Filme dazugekommen. Blenkers war zu Gast beim Repair-Café oder bei der Fahrradwerkstatt in der Talentwerkstatt. Zu finden sind die Videos auf der Homepage des CBE und auf Youtube. Die Videos sind rund drei bis fünf Minuten lang, für einen Film braucht er im Schnitt zehn bis 15 Stunden vom ersten Termin bis zum fertigen Video. Hier gibt es die ausführliche Projektvorstellung.

Ehrenamt: Kurkonzert in „Bad Mülheim“ gegen Sonntagsblues

Seit fast zehn Jahren organisieren Ehrenamtliche die Kurkonzerte an der Freilichtbühne – nach Vorbild der Musikveranstaltungen auf der Insel Sylt. Vier Freundinnen – Britta Stalleicken, Christine Adam-Bergers, Michaela Reich-Sroka und Steffanie Baumann – begannen, Bands zu organisieren.

In den ersten Jahren regnet es an jedem der Konzert-Sonntage. Mit dem guten Wetter kommen irgendwann auch mehr Leute, bis zu 400, wenn der Shanty-Chor singt oder eine regionale Band Jazz oder 50er-Jahre-Pop spielt. Dazu gibt es immer Kuchen. 20 Stück backen die vier Frauen für die vier Sonntage im Jahr – das nächste Mal am 1. September. Dabei helfen auch die Ehemänner und Söhne mit. Hier gibt es die ausführliche Projektvorstellung.

Mülheimer Freifunker wollen kostenloses Internet für alle

Kostenloses Internet für alle: Das ist das Ziel der Ehrenamtler von „Freifunk Ruhrgebiet West“. An mehreren Stellen in der Stadt funktioniert das Surfen mittlerweile komplett kostenfrei: ohne Passwort oder Anmeldung. Das Grundprinzip ist das Teilen. Ein vorhandener Internetzugang wird über WLAN anderen zur Nutzung freigestellt.

Dafür konnten die Vereinsgründer Daniel Jäger, Tim Wichmann und Thomas Zielke in zwei Jahren schon einige Kooperationspartner finden und so zum Beispiel die Flüchtlingsunterkunft mit freiem Internet versorgen. Demnächst gibt es freies Surfen auf dem Müga-Gelände, am Kunstmuseum, auf Abschnitten der Schloßstraße, an der Haltestelle Stadtmitte, an der Petrikirche und der Sparkasse am Berliner Platz. Um ihr Ziel zu erreichen, haben die Ehrenamtler schon mehrere tausend Euro selbst investiert. Hier gibt es die ausführliche Projektvorstellung.

Solidarität in Mülheim: Kostenloses Essen für Obdachlose

Sie helfen Menschen am Rande der Gesellschaft: Die Mitglieder des Vereins „Solidarität in Mülheim“. Anfang des Jahres gegründet, gehören mittlerweile fast 27 Mitglieder zwischen 18 und 68 dazu. An sechs Abenden pro Woche verteilen sie am Hauptbahnhof Essen und Trinken an Obdachlose. Hier finden Sie die ausführliche Projektvorstellung.

Vereinsgründer Sascha Prandtstetter kommt aus Essen, sah aber besonders in Mülheim Bedarf, weil es hier bis dato keine Anlaufstelle gab. Am Ziel angekommen ist er noch nicht. Er hofft, in ferner Zukunft ein Obdachlosenheim errichten zu können. In diesem Monat bekamen die Ehrenamtler einen eigenen Lebensmitteltransporter, auch das Equipment soll bald aufgestockt und ein Vereinsheim gebaut werden. Hier gibt es die ausführliche Projektvorstellung.

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