Tierisches

Mülheim: Happy End für ausgesetzten jungen Hund „Chapo“

Chapo hat es sich im Heu gemütlich gemacht. Der ausgesetzte Hund, der stark abgemagert und angebunden aufgefunden worden war, hat ein neues Zuhause gefunden.

Chapo hat es sich im Heu gemütlich gemacht. Der ausgesetzte Hund, der stark abgemagert und angebunden aufgefunden worden war, hat ein neues Zuhause gefunden.

Foto: Michael Dahlke / FUNKE Foto Services

Mülheim.  Ein Happy End: Der junge Rüde, der vor ein paar Wochen in einem Mülheimer Wald ausgesetzt und angebunden wurde, hat ein neues Zuhause gefunden.

Für einen jungen Hund, der vor etwa fünf Wochen in einem kleinen Waldstück nahe der Ruhrorter Straße angebunden und einfach ausgesetzt wurde, gibt es ein Happy End.

Der junge Rüde hat ein neues Zuhause gefunden. Eine Mitarbeiterin der Rennbahn, in deren Nähe damals Kollegen den Hund auch gefunden und gerettet hatten, hat den jungen Rüden, der nun „Chapo“ heißt, adoptiert.

Ausgesetzter Hund war unterernährt, krank und erschöpft

Was war passiert? Anfang Februar hatten Mitarbeiter des Rennstalls an der Galopprennbahn den völlig unterernährten, kranken und erschöpften Hund angebunden in einem kleinen Waldstück entdeckt und aus seiner misslichen Lage befreit. „Der arme Kerl hatte sich in seiner Not fast selbst erdrosselt“, erinnert sich Rennstallbesitzerin Yasmin Almenräder an die schlimmen Halsverletzungen.

Sie hatte damals auch über das traurige Schicksal von Chapo bei Facebook berichtet. Um den Halter des Tieres ausfindig zu machen, wurde der junge Mischlingshund zunächst an das Mülheimer Tierheim übergeben. Da der Hund jedoch keinen Chip hatte, konnte der Besitzer, dem eine Anzeige droht, nicht ausfindig gemacht werden.

Tierheim-Mitarbeiter päppelten Chapo drei Wochen lang auf

Im Tierheim wurde Chapo drei Wochen lang aufgepäppelt. Die Mitarbeiter des Rennstalls ließ die traurige Geschichte des jungen Rüden jedoch nicht los, und so hat Arbeitsreiterin Charlene Oberscheidt gemeinsam mit ihrem Lebensgefährten und Kollegen den kleinen Chapo adoptiert.

Der fühlt sich nach einer kurzen Eingewöhnungszeit auch sichtlich wohl. Gemeinsam mit vielen anderen Hunden, die Mitarbeiter des Rennstalls täglich zur Arbeit mitbringen, tobt er über das große Gelände und ist trotz der schlimmen Erfahrung ganz zutraulich und freut sich über jede Streicheleinheit. Gerne klaut er sich die Möhren, die eimerweise eigentlich für die Rennpferde als Snack bereit stehen, und verkriecht sich damit in die Heuballen.

„Er blüht hier einfach richtig auf“

„Er blüht hier einfach richtig auf, aber ein bisschen Arbeit in der Erziehung liegt noch vor uns“, erzählen die neuen Besitzer, die den kleinen Findelhund sofort ins Herz geschlossen haben. „Aber die Hauptsache ist, dass es ihm gut geht und er sein Vertrauen in Menschen nicht verloren hat.“ Ein besseres neues Zuhause hätte Chapo wohl nicht treffen können.

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