Kultur

Mülheim: Klaus Vanscheidt startet neues Rock'n'Roll-Projekt

Der Mülheimer Musiker hat nach dem Corona-Lockdown neue Projekte gestartet; auf Tour gehen konnte er nicht.

Der Mülheimer Musiker hat nach dem Corona-Lockdown neue Projekte gestartet; auf Tour gehen konnte er nicht.

Foto: Own / Klaus Vanscheidt

Mülheim  Gitarrist Klaus Vanscheidt hat im Lockdown etwas Neues gewagt: Der Mülheimer singt. Das erste Video zur spannenden Rock'n'Roll-Reihe ist raus.

Ins Jahr 2021 startete der Mülheimer Musiker Klaus Vanscheidt mit einem ganz neuen Projekt – dem K. V. Rock’n‘Roll-Projekt. Zum 1. Januar stellte er ein Video auf Youtube, auf dem er selbst den alten Beatles-Song „I‘m down“ singt. Als Leadsänger war der Profi-Gitarrist bislang noch nicht unterwegs, in Zukunft will er öfter mal als Frontman am Mikro stehen.

Tournee mit Metal-Queen Doro fiel aus

Ein kurzer Blick zurück: Das Corona-Jahr 2020 hat auch Vanscheidt übel mitgespielt. Fast alle Konzerttermine wurden abgesagt – darunter auch eine große Tournee mit Metal-Queen Doro Pesch, mit der er auch schon beim Wacken-Festival aufgetreten ist. „Insgesamt sind mir im letzten Jahr bestimmt 30 bis 40 Auftritte weggebrochen“, berichtet der Musiker. Das Einzige, was weiterlief, war das Unterrichten – das sich allerdings auch ins Digitale verlagerte.

„In dieser veranstaltungsfreien Zeit habe ich mir gedacht: Ich muss mal etwas Neues wagen, ein eigenes Thema in die Welt bringen“, erinnert sich Klaus Vanscheidt. Er kam auf die Idee, sich als Vocalist zu versuchen. Das Video zu „I’m down“ – für den Mülheimer übrigens „der größte Rock’n’Roll-Song, der je geschrieben wurde“ - soll nur der Anfang einer längeren Reihe sein.

Prominente Musiker machen mit

Der Plan lautet: Zusammen mit anderen prominenten Musikern möchte Vanscheidt Klassiker des Rock’n’Rolls, Beats oder Blues‘ vollkommen neu interpretieren – zum Beispiel als Hard-Rock-Song, Heavy-Metal- und Punk- oder Alternative-Nummer. Zunächst sollen Musik-Videos entstehen. „Ich hoffe aber, dass wir das Ganze irgendwann, vielleicht im Sommer, auch auf die Bretter bringen können“, sagt der Künstler.

Ein bisschen Glück im Unglücksjahr hatte er 2020 dennoch. Ende Mai konnte er mit Doro im Gelsenkirchener Amphitheater vor leeren Rängen spielen, das Rockpalast-Konzert wurde ins Netz gestellt und fand dort große Resonanz. „Wir haben 82.000 Aufrufe registriert, das war beachtlich und hat uns sehr gefreut“, so Klaus Vanscheidt. Mit dem Mülheimer Sänger Oliver Noack und der Sängerin Pamela Falcon (bei „The Voice of Germany“ dabei) hat er zu Weihnachten das durch Leonard Cohen bekannte Lied „Halleluja“ eingespielt.

Studioaufnahmen und Konzert ohne Publikum

Außerdem hat der Mülheimer Studio-Aufnahmen mit der befreundeten Band „Mutant Proove“ machen können und darüber hinaus an einem Cover-Song („Nicht zu besiegen“ von den Toten Hosen) zum Album „Durch die Zeit“ von Der Ole mitgewirkt. Mit der Band „Wölli und die Band des Jahres“ arbeitet er gerade an einem zweiten Album.

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Gefragt war Klaus Vanscheidt 2020 aber auch bei den Journalisten, hat Interviews zur Situation der Musiker in der Corona-Krise gegeben – etwa fürs WDR-Fernsehen. „Da habe ich mich in Rage geredet, denn bei vielen Musikern, aber auch Tontechnikern, Aufbauhelfern, Caterern, Truckfahrern, Garderobenfrauen steht ja gerade alles auf Null“, erzählt er.

Info: Das Video zu "I'm down" ist auf Youtube zu sehen. Infos: www.kvmusic.de und www.facebock.com/kvmusic.de/

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