Nachruf

Mülheimer Künstler Harald Schmitz-Schmelzer verstorben

Der Künstler Harald Schmitz-Schmelzer galt als Vertreter der konkret-konstruktiven Kunst.

Der Künstler Harald Schmitz-Schmelzer galt als Vertreter der konkret-konstruktiven Kunst.

Foto: HO

Mülheim.  Am vergangenen Dienstag verstarb Harald Schmitz-Schmelzer nach offenbar schwerer Krankheit. Wie der Künstler Mülheim mit seinen Werken prägte

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Der international bekannte Mülheim-Duisburger Künstler Harald Schmitz-Schmelzer ist am vergangenen Dienstag nach offenbar langer und schwerer Krankheit verstorben. 1953 geboren in Duisburg, hat Schmitz-Schmelzer nicht nur zahlreiche Ausstellungen in der Ruhrstadt geprägt, sondern auch den öffentlichen Raum: So gestaltete er etwa eine Wandinstallation im Kreuzgang-Innenhof des Klosters Saarn, Wandobjekte eines Gebäudes an der Schloßstraße und den Sitzungssaal der Sparkasse Mülheim.

Museum Temporär zeigt aktuell zwei Werke des Mülheimer Künstlers

Aktuell sind Werke des Künstlers in der Jahresausstellung des Museums Temporär mit zwei kleinformatigen Farbraumkörpern an der Schloßstraße zu sehen. Dr. Beate Reese lobt Harald Schmitz-Schmelzer „als Vertreter der konkret-konstruktiven Kunst, einer Kunst, die nicht abbildet, sondern die ureigenen bildkünstlerischen Mittel - Farbe, Form, Fläche und Plastizität - zur Anschauung bringt. Mit Farbraumkörpern aus selbst hergestellten Kunstharzmassen hat er einen eigenen Beitrag zur Weiterentwicklung dieser Kunstrichtung geleistet.“

Schmitz-Schmelzer studierte von 1973 bis 1981 an der Kunstakademie Düsseldorf, machte sein Staatsexamen in Kunstgeschichte und lehrte zunächst an der Gesamthochschule Universität Duisburg. Stellte wenig später unter anderem im Schloß Oberhausen und in der Galerie des Lehmbruck-Museums aus.

Ausstellungen von den Niederlanden bis nach Nordamerika

Anfang der 1990er Jahre übernahm er mehrere künstlerische Gestaltungen etwa des Treppenhauses des Bürogebäudes an der Schloßstraße 5, am Kloster Saarn und in der Sparkasse, Berliner Platz. In den 2000er Jahren führten ihn Ausstellungen auf internationales Terrain von den Niederlanden bis nach Nordamerika (Montreal, Toronto, New York) und nach Moskau und Hongkong.

Charakteristisch für sein Werk ist der Aufbau aus Farbschichtungen. Sein Werk wird von verschiedenen Galerien im In-und Ausland vertreten, u. a. von der Galerie Frank Schlag in Essen und der Galerie Lausberg in Düsseldorf. Sechs seiner Farbobjekte besitzt das Kunstmuseum Mülheim an der Ruhr.

An der Ausstellung „Jackson Pollock Visiting“ der Mülheimer Ruhrgallery im Pollock-Jahr (2017) war Schmitz-Schmelzer mit seiner Skulptur „Sermarkona“ ebenfalls beteiligt, die eine bunte, eben Pollock-eske Weltkugel zeigte. „Er hat mich mit seiner Energie und Schaffensfülle begeistert – er war ein sehr fröhlicher, geschätzter Künstlerkollege“, sagt RuhrGallery-Chef Ivo Franz.

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