Coaching

Mülheimerin Britta Arndt bietet Coaching nur für Frauen an

Britta Arndt coacht in Mülheim von Frau zu Frau.

Britta Arndt coacht in Mülheim von Frau zu Frau.

Foto: Martin Möller / FUNKE Foto Services

Mülheim.  Die Mülheimerin Britta Arndt bietet Coaching für Frauen an. Oft sind junge Mütter ihre Kundinnen, aber auch Frauen, die einen Neustart wollen.

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Es geht nicht um Klischees, nicht um Vorurteile oder Schubladen-Denken. Doch natürlich unterscheiden sich Frauen und Männer, haben andere Probleme und Herangehensweisen, sie zu lösen. Weil die Mülheimerin Britta Arndt das immer wieder erlebt hat, konzentriert sich die ehemalige Mediatorin heute auf das Coachen von Frauen – von Frau zu Frau.

Es sind Probleme mit sich selbst, mit dem Partner, mit dem Beruf oder den Kindern, die Frauen an Britta Arndt herantragen. Oft sind Anfang 30-Jährige ihre Kundinnen, Frauen, die nach der Elternzeit wieder in den Job einsteigen, die zahlreiche Rollen erfüllen: Partnerin, Mutter, Arbeitnehmerin, Freundin, Liebhaberin … „Viele Frauen muten sich zu viel zu“, sagt Britta Arndt, „und stehen am Ende vor einer Überforderung“.

Multitasking klappt im Privaten, aber nicht im Beruflichen

Während Multitasking im Privaten zum ständig gelebten Talent vieler Frauen gehört, mangelt es ihnen im Beruflichen an dieser Qualität. „Und an Achtsamkeit für sich selbst“, sagt Arndt. „Das sind Männer viel rigoroser.“ Bei ihrem Coaching gehe es ihr aber keinesfalls darum, „Frauen zu Männern zu machen“, sondern vielmehr, sie zu unterstützen, sich auf ihre Stärken und sich selbst zu besinnen. „Die Frauen heute sind sehr stark“, sagt Britta Arndt. „Und es ist keine Schwäche zu zeigen, wenn man mal etwas nicht schafft.“

„Wann warst du das letzte Mal für dich alleine?“, ist eine Frage, auf die junge Mütter oft keine Antwort haben. Manchmal seien es die Väter, die sich nicht völlig in die Familienrolle begeben, manchmal die Frauen, die das auch nicht zulassen. Bei all den Aufgaben sei Frauen oft nicht bewusst, welches Programm sie da eigentlich abreißen. „Wir haben Belastungen, die Männer nicht haben“, sagt Britta Arndt.

Coaching beim Spazierengehen

Die 38-Jährige hat selbst zwei Kinder, das jüngere ist noch kein Jahr alt. Studiert hat sie Medienwissenschaften und Sozialpsychologie, hat viele Jahre sowohl als Mitarbeiterin als auch als Führungskraft gearbeitet. Vor sieben Jahren begann sie, als Mediatorin zwischen zerstrittenen Parteien zu vermitteln, hat schließlich aber gemerkt, dass sie sich mal einbringen will. Und plötzlich waren es hauptsächlich Frauen, die sich bei ihr gemeldet haben. „Mir war gar nicht bewusst, dass das Thema so einen Bedarf hat.“

Mit ihren Kundinnen geht sie meist spazieren – Walk and talk nennt sie ihr Programm. Mütter dürfen ihre Kinder mitbringen. Eine Stunde dauert eine Einheit; manchen reichen schon zwei bis drei Treffen, andere bleiben mehrere Monate mit Britta Arndt in Kontakt.

Gegenwart statt Vergangenheit: Coaching ist keine Psychotherapie

Es sind aber nicht nur Mütter, die die Mülheimerin anspricht. Es kann der Umbruch im Leben sein, eine berufliche Neuausrichtung, die Schwierigkeiten in einer Beziehung, die Frauen zu Britta Arndt führen – und dann sind es auch oft ältere Frauen, die sich noch einmal neu erfinden wollen, eine Idee haben, bei der ihnen die Vorstellung der Umsetzung fehlt.

„Wichtig ist: Ich mache keine Psychotherapie“, sagt Arndt. Es gehe bei ihrem Coaching nicht darum, die Vergangenheit zu bewältigen, sondern um die Frage: „Wie kann ich das Hier und Jetzt positiv gestalten?“ Und dann geht es daran, die Gedanken zu ordnen, an der eigenen Einstellung zu arbeiten. Denn Britta Arndt ist überzeugt. „Frauen, die sich arrangieren, denen geht es besser.“

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