Brustkrebsmonat

Mülheimerin sammelt mit ihrer Mode Geld für Krebsforschung

Jana Blasius (28) hat ein T-Shirt entworfen, um Spenden für die Deutsche Krebshilfe zu sammeln.

Jana Blasius (28) hat ein T-Shirt entworfen, um Spenden für die Deutsche Krebshilfe zu sammeln.

Foto: Martin Möller / FUNKE Foto Services

Mülheim.  Jana Blasius aus Mülheim kennt die Krankheit Krebs seit Jahren aus ihrem Umfeld. Um Spenden für die Krebshilfe zu sammeln, wurde sie kreativ.

Jana Blasius strahlt über das ganze Gesicht, während sie von ihrer Idee erzählt. Etwas tun, sich nicht mehr so ohnmächtig fühlen, das war Janas Ziel. Denn leider, erzählt sie, während ihr strahlendes Lächeln erlischt, kennt die 28-Jährige die tückische Krankheit Krebs besser, als ihr lieb ist.

Seit Jahren kämpfe ihr Stiefvater gegen Krebs, auch ihre Schwiegermutter sei betroffen gewesen und eine ihrer engsten Freundinnen habe schon mehrfach die niederschmetternde Diagnose erhalten. „Das alles mitzubekommen, auch zu sehen, was es mit den Angehörigen macht, ist hart“, sagt Jana. Um einen Beitrag zu leisten und sich nicht zuletzt auch solidarisch zu zeigen, ließ die gelernte Make-up-Artistin ihrer Kreativität freien Lauf.

Oktober: Der internationale Brustkrebsmonat

Filigrane Linien deuten den Oberkörper einer Frau an, oberhalb der Brust, auf Höhe des Schlüsselbeins prangt der Schriftzug: „Strong & Powerful“ (stark und kraftvoll). Das eigens von Jana entworfene Motiv ziert lockere T-Shirts in den Farben Weiß und Rosa – passend zur Farbe der Brustkrebsschleife. Nicht ohne Zufall hat sie sich für den Verkaufsstart ihrer Oberteile den Oktober ausgesucht, immerhin ist das der internationale Brustkrebsmonat.

Fünf Euro jedes verkauften Shirts gehen an die Deutsche Krebshilfe – zu haben gibt es die lässig geschnittenen Teile unter anderem im 4330-Laden an der Wallstraße. Denn dort ließ die Mülheimerin ihre Produkte bedrucken und so entstand die Zusammenarbeit mit Jörn Gedig: „Das ist Teil des Konzepts, Produkte von Mülheimern zu fördern und zu verkaufen.“ Anfangs verkaufte Jana ihre Shirts über soziale Medien, gerade auf der Foto-Plattform Instagram sprachen sich viele Frauen für die Aktion aus.

Die Zahlen sind eher unwichtig

30 T-Shirts wurden innerhalb kurzer Zeit vorbestellt, 50 Stück hat Jana in den Größen S bis XL produzieren lassen, aus reiner Bio-Baumwolle versteht sich. Zahlen, gibt sie aber zu, stehen für sie eher im Hintergrund: „Mir ist egal, ob ich damit zehn oder Hundert Euro zusammenkriege. Es geht ums Prinzip, ich will etwas tun und helfen.“ Selbst wenn es jemanden nur darin erinnere, zur Vorsorge zu gehen, sei sie schon zufrieden.

Besonders berührt habe Jana, dass einige Bekannte und Freundinnen sich gemeldet haben, um von sich aus zu spenden – „so ganz ohne Gegenleistung“. Bis zum Ende des Jahres will Jana die Oberteile für den guten Zweck noch im Handel und auf Instagram anbieten. Falls die T-Shirts auch weiterhin so gut ankommen, plant Jana das Entwerfen weiterer Kleidungsstücke. „Auch für Männer würde ich mir dann etwas einfallen lassen“, sagt sie schmunzelnd. Das war ihr bei der Wahl der Organisation, an die die Spenden gehen, auch wichtig: Nicht nur an Frauen zu denken, denn schließlich wählt die Krankheit nicht nach Geschlecht aus.

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