Kranz

Nach „Verschissmuss“-Fehler: Floristin will nicht zurück

Der Blumenladen in Oberdümpten hat nach der Aufregung um die falsche Beschriftung auf einer Kranz-Schleife geschlossen.

Der Blumenladen in Oberdümpten hat nach der Aufregung um die falsche Beschriftung auf einer Kranz-Schleife geschlossen.

Foto: Michael Dahlke / FUNKE Foto Services

Mülheim.  „Verschissmuss“-Fehler: Nach der Aufregung um eine Kranz-Schleife bleibt der Mülheimer Blumenladen geschlossen. Der Besitzer sieht keine Chance.

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Nach der Aufregung um die „Verschissmuss“-Beschriftung auf einer Trauerkranz-Schleife geht der Chef des Blumenladens derzeit davon aus, dass er seinen Blumenladen in Oberdümpten aufgeben wird. Der Grund: Seine einzige Mitarbeiterin, die Floristin, auf die der Schreibfehler auf der Schleife zurückgeht, hatte bereits kurz nach Bekanntwerden des Vorfalls gekündigt.

„Sie kann nicht mehr, sie will nicht mehr“

Noch am Mittwoch habe er mit seiner Mitarbeiterin gesprochen, berichtet Heinz Hartmann auf Nachfrage der Redaktion. Doch die will nach der riesigen medialen Aufmerksamkeit nicht mehr an ihren alten Arbeitsplatz zurückkehren. „Da lohnt nicht weiter zu bohren“, so Heinz Hartmann, der auch einen Blumengroßhandel in Bochum betreibt. „Sie kann nicht mehr, sie will nicht mehr“, fügt er hinzu.

Mit der Kündigung seiner Mitarbeiterin steht Heinz Hartmann jetzt vor einem Problem: Sein Blumenladen wird beziehungsweise muss geschlossen bleiben. Und das so kurz vor dem Weihnachtsgeschäft. Es fehlt ihm an Fachpersonal, nachdem die Floristin gekündigt hat. „Es ist ein grundsätzliches Problem, dass man so schnell keine Floristen findet“, erläutert der Blumenhändler. Der Laden hatte sowieso nur noch in den Vormittagsstunden und dann bis 13 Uhr geöffnet. Ein weiterer Grund, neben dem fehlenden Personal, so Hartmann: „Dort war nur morgens Betrieb“. Am Nachmittag habe der Umsatz immer stark nachgelassen.

„Ich habe nun einen Monat Zeit, um den Laden leer zu machen“

„Ich habe nun einen Monat Zeit, um den Laden leer zu machen“, erklärt Heinz Hartmann. Einige Artikel habe er bereits weiterverkaufen können. Doch der Laden steckt noch immer voller Dinge, die eigentlich unter anderen Umständen und vor allem schlicht völlig anders an den Mann gebracht werden sollten.

Heinz Hartmann hatte den Blumenladen unweit des Dümptener Friedhofes 1 nach eigenen Angaben erst vor etwa anderthalb Jahren übernommen. Als Großhändler kannte er die Vorbesitzer. Er hatte auch die Floristin übernommen, die zuvor schon länger dort gearbeitet hatte. Dümptener sprechen von einem „Goldstück“ und einer Frau, die immer sehr gut und zuverlässig gearbeitet hatte. Auch in den sozialen Netzwerken ist der Zuspruch groß, viele positive und aufmunternden Worte und Kommentare wurden bereits zu verschiedenen Posts hinterlassen.

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