Arbeitskreis

Neugründung: Mülheimer Netzwerk gegen sexualisierte Gewalt

Ein neuer Arbeitskreis gegen sexualisierte Gewalt hat sich in Mülheim gegründet.

Ein neuer Arbeitskreis gegen sexualisierte Gewalt hat sich in Mülheim gegründet.

Foto: Stephan Eickershoff / WAZ FotoPool

Mülheim.  In Mülheim hat sich ein neues Netzwerk gegen sexualisierte Gewalt gegründet. Der Arbeitskreis will sich gemeinsam dem schwierigen Thema stellen.

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Der neue „Arbeitskreis gegen sexualisierte Gewalt“ hat in Mülheim seine Arbeit aufgenommen. Fraya Meru von der Fachstelle gegen sexualisierte Gewalt und Prävention hatte das Netzwerktreffen initiiert, das nun erstmals stattgefunden hat. Gegen sexualisierte Gewalt könne man nur mit einem Netzwerk arbeiten, so Meru.

Ob es sich um einen Verdacht auf Kindesmissbrauch handelt, ob es um Gewalt in der Ehe geht, oder ob ein übergriffiger Vorgesetzter das Problem ist: „Sexualisierte Gewalt geht uns immer persönlich an, hat immer einen sehr persönlichen Hintergrund“, sagt Fraya Meru. Die Taten spielten sich im Umfeld ab, in der Nachbarschaft, in der Familie oder auch am Arbeitsplatz. Man kennt die Betroffenen gut, ist involviert, nicht außen vor. „Schutz vor sexualisierter Gewalt funktioniert daher nur in Kooperation und mit Netzwerkarbeit“, sagt Fraya Meru. Das gelte auch, um objektiv zu bleiben gegenüber der Tat, Opfern und Tätern.

Eine klare Positionierung gegen sexualisierte Gewalt in Mülheim

Vertreter von der Polizei, der Stadt (Kommunaler Sozialer Dienst - KSD, Gesundheitsamt, Gleichstellungsstelle), des Kinderschutzbundes, der Awo, des Weißen Rings, aber auch Fachkräfte wichtiger Institutionen und Mitarbeitende aus der Jugendarbeit nahmen an der ersten konstituierenden Sitzung des Arbeitskreises teil. Fraya Meru, als Fachberaterin beim Verein Hilfe für Frauen angestellt, hofft, dass es noch mehr werden. Lehrer, Erzieher, Mitarbeiter der Justiz, Vereinsvertreter seien willkommen, eben alle, die mit dem Thema zu tun haben könnten.

„Sich Unterstützung zu holen ist, kein Zeichen von Unfähigkeit, sondern ein Qualitätsmerkmal“, betont Fraya Meru. Dies bekräftigt auch Kripokommissarin Bettina König: „Jeder und jede von Ihnen besitzt eine Fülle an Wissen, Informationen und Ideen“, so die Vertreterin des Kriminalkommissariats Kriminalprävention/Opferschutz, die das Impulsreferat hielt. Ein regelmäßiger Austausch und eine klare Positionierung gegen sexualisierte Gewalt stand bei allen Teilnehmenden im Vordergrund. Im Januar wird sich der Arbeitskreis erneut treffen, um gemeinsame Ziele zu formulieren.

Kontakt: aksg@hilfe-fuer-frauen-ev.de

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