E-Scooter

Polizei warnt Mülheimer vor Alkohol-Fahrten mit E-Scootern

Ist man mit einem E-Scooter auf Mülheims Straßen unterwegs, gelten dieselben Promillegrenzen wie bei anderen Kraftfahrzeugen.

Ist man mit einem E-Scooter auf Mülheims Straßen unterwegs, gelten dieselben Promillegrenzen wie bei anderen Kraftfahrzeugen.

Foto: Uwe Anspach / dpa

Mülheim.  Aus aktuellem Anlass gibt die Polizei Essen/Mülheim wichtige Infos zur Nutzung der immer beliebter werdenden E-Scooter. Zu viel Alkohol ist tabu.

Sie erfreuen sich in anderen Städten immer größerer Beliebtheit – in Mülheim allerdings sind sie noch nicht so häufig anzutreffen: die E-Scooter. Genaue Zahlen zu privat genutzten Fahrzeugen kann die Stadt nicht nennen. Sie unterliegen nicht der Zulassungspflicht. Zudem gibt es noch immer keinen kommerziellen Anbieter für die elektrisch betriebenen Roller in der Stadt. Doch wahrscheinlich ist das nur eine Frage der Zeit. Aus aktuellem Anlass hat die Polizei Essen/Mülheim nun ein Info-Paket geschnürt, um alle E-Rollerfahrer und solche, die es werden wollen, aufzuklären.

Zum Hintergrund: Am vergangenen Wochenende musste die Polizei in Essen sieben E-Scooter-Fahrer aus dem Verkehr ziehen. Was tatsächlich beim Gebrauch der Roller erlaubt und was verboten ist, wusste dabei kaum einer der Betroffenen.

Die E-Scooter-Fahrer in Essen waren stark angetrunken und nicht fahrtüchtig

Die Fahrer seien stark angetrunken und nicht fahrtüchtig im Essener Stadtgebiet unterwegs gewesen, heißt es in der Pressemitteilung. „Die gemessenen Blutalkoholwerte waren ziemlich deutlich“, erläutert Polizeisprecher Christoph Wickhorst. In allen sieben Fällen ermittelt die Polizei nun wegen Trunkenheit im Verkehr. Vergleichbare Fälle habe es in Mülheim bislang nicht gegeben, berichtet Wickhorst weiter.

Die wichtigsten Informationen zu den E-Scootern im Überblick: Das Mindestalter für die Nutzung beträgt 14 Jahre, Fahrer benötigen keine Fahrerlaubnis oder Prüfbescheinigung. Die Roller dürfen nur auf Radwegen genutzt werden, nicht aber auf dem Gehweg. Gibt es keinen Radweg, dürfen sie auf die Fahrbahn ausweichen. Sollte kein Blinker vorhanden sein, müssen Handzeichen gemacht werden. Eine Helmpflicht besteht nicht. Das Smartphone muss während der Fahrt in der Tasche bleiben.

Im schlimmsten Fall droht der Verlust der Fahrerlaubnis

In Sachen Alkohol- und Betäubungsmittelgrenze schreibt die Polizei: „Elektrokleinstfahrzeuge sind Kraftfahrzeuge nach dem Straßenverkehrsgesetz.“ Demnach gelten alle Regelungen, die auch für Autos und LKW gelten. Ist man mit einem Elektrokleinstfahrzeug wie einem E-Scooter unterwegs, so gilt dieselbe Promillegrenze wie bei anderen Kraftfahrzeugen. Und somit auch die gleichen Maßnahmen. „Darunter fällt auch im schlimmsten Fall der Verlust der Fahrerlaubnis“, stellt Wickhorst klar.

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