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Chorkonzert

Romantische Musik erklingt in der Klosterkirche in Mülheim

Im Innenhof von Kloster Saarn in Mülheim finden auch Konzerte statt. Das Konzert am Sonntag, 30. Juni, wurde aber in die Kirche verlegt - wegen der großen Hitze.

Foto: Oliver MÜLLER / WAZ FotoPool

Eine romantische Serenade bot der Folkwang Konzertchor am Sonntag in Saarn - allerdings nicht im Kreuzgang des Klosters, sondern in der Kirche.

Mülheim. Das Wetter spielt eben nicht immer mit: Das für den Kreuzgang-Innenhof im Kloster Saarn angekündigte Konzert wurde wegen der großen Hitze in die Kirche verlegt. Aber nicht nur, dass diese rappelvoll war, zeigt die Bedeutung und Ausstrahlung der „Musik im Kloster Saarn“.

Die Kirche war rappelvoll

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Auch die Qualität sprach für sich, hatte man doch mit dem „Folkwang Konzertchor“ ein Ensemble von „Jung-Profis“ verpflichtet, das über alle Ausdrucksfacetten verfügte: Ein rundes, samtweiches Piano mit „Gänsehaut“-Potenzial, etwa in Schuberts „Die Nacht“ oder Brahms` „Waldesnacht“, aber auch ein strahlendes Forte mit erstaunlichen Sopranstimmen.

Ensemble verfügt über alle Ausdrucksfacetten

Dass dieses Können in einem romantischen Liedprogramm von Schubert bis Reger voll zum Zuge kam, dafür sorgten als Dirigenten Julia Best und Michael Park, Studierende der Chorleiterklasse von Prof. Breiding, in kollegialem Wechsel. Höhepunkt und Ende des Programms, dessen Inhalte von Naturmystik über „Liebe“ und „Lebensfreude“ schließlich zu „Abgeschiedenheit“ und „Trost“ führten, war schließlich Regers „Der Einsiedler“, der vor allem durch die Mitwirkung des Baritons Robin Grunwald zu unmittelbarer, authentischer Wirkung kam („Die Welt hat mich vergessen“).

Höhepunkt war Regers „Der Einsiedler“

Dass das Programm ohne Unterbrechungen durch Beifall durchgezogen wurde, förderte die Konzentration auf die zum Teil meditativ verinnerlichte Musik. Umso heftiger und anhaltender der Schlussbeifall, der nicht zuletzt auch Ruud Zielhorst als viel beschäftigtem Begleiter am Klavier galt. Als Zugabe gab es „O du stille Zeit“, wie in die Ewigkeit hineingesungen.

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