Polizeieinsatz

SEK-Einsatz in Mülheim: 24-Jähriger bedroht Eltern mit Äxten

In einer ruhigen Wohnsiedlung in Mülheim-Saarn ist es am Mittwochmorgen zu einem SEK-Einsatz gekommen.

In einer ruhigen Wohnsiedlung in Mülheim-Saarn ist es am Mittwochmorgen zu einem SEK-Einsatz gekommen.

Foto: Michael Dahlke / FFS

Mülheim.  In Mülheim-Saarn hat sich ein Mann mit Waffen in seinem Haus verbarrikadiert. Die Polizei hat ihn mit einem Spezialeinsatzkommando festgenommen.

Am Malmedyweg in Mülheim-Saarn hat sich am Mittwochmorgen ein 24-jähriger Mann mit Waffen in seinem Haus verbarrikadiert. Die Polizei war mit einem Spezialeinsatzkommando vor Ort.

Es habe keine Gefahr für die Bevölkerung bestanden, sagt Polizeisprecher Christoph Wickhorst. Gegen 10 Uhr hat die Polizei auf das Haus zugegriffen und den Mann festgenommen. Er ist leicht verletzt in ein Krankenhaus gebracht worden. Vor Ort waren Detonationen zu hören, die von einer Blendgranate stammen könnten. Schüsse seien nicht gefallen.

Mülheimer (24) mit Äxten bewaffnet – Eltern bedroht

Der Malmedyweg liegt in der Oembergsiedlung, einer ruhigen Gegend mit vielen Einfamilienhäusern. Viele Anwohner kennen sich seit Generationen. Auf der Straße vor dem Haus, in dem sich der 24-Jährige verschanzt hatte, haben Kinder Hüpfkästchen und Bilder mit Kreide gemalt.

Bei der Polizei war um 7.15 Uhr ein Notruf aus der beschaulichen Siedlung eingegangen: Die Eltern des 24-Jährigen fühlten sich von ihrem Sohn bedroht, er habe Äxte bei sich. Als die Einsatzkräfte eintrafen, hatten die Eltern das Haus verlassen. Mehrere Stunden bewachten die Spezialeinsatzkräfte das Haus, bis sie um kurz vor 10 Uhr zugriffen.

Schwer bewaffnete Einsatzkräfte passen nicht ins Bild der Wohnsiedlung

Die schwer bewaffneten Einsatzkräfte wollten so gar nicht in das Bild der idyllischen Wohnsiedlung passen. Ein paar Nachbarn hatten sich auf der Straße versammelt, unterhielten sich leise über das Geschehen. Auch in den Parallelstraßen waren die Detonationen beim Zugriff deutlich zu hören.

„Es hat sich angehört, als wären Schüsse gefallen“, erzählt ein Familienvater, der sich mit seinem vierjährigen Sohn daraufhin im Keller seines Hauses in Sicherheit gebracht hatte. „Man weiß ja nicht, ob da jetzt jemand bewaffnet durch die Siedlung läuft.“

Schnell machten per Whatsapp auch Bilder die Runde, die das große Polizeiaufgebot und die vermummten, mit Maschinenpistolen bewaffneten SEK-Kräfte zeigten. „Ich war nur kurz einkaufen, als ich die Nachricht bekommen habe“, erzählt eine Mutter, die nur ein paar Straßen entfernt wohnt. „Ich bin natürlich sofort nach Hause gefahren, schon etwas panisch, denn weitere Informationen, außer diese Bilder, hatte ich nicht.“

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