Teure Tickets

1000-Euro-Karten für Tokio Hotel in Oberhausen - ausverkauft

Tokio Hotel gastieren in der Oberhausener Turbinenhalle — wer nicht nur das Konzert sehen möchte, der kann kuriose und teure Vip-Pakete hinzubuchen.

Tokio Hotel gastieren in der Oberhausener Turbinenhalle — wer nicht nur das Konzert sehen möchte, der kann kuriose und teure Vip-Pakete hinzubuchen.

Foto: Britta Pedersen

Oberhausen.   Wer mit Tokio Hotel nach dem Konzert in Oberhausen einen Kaffee trinken möchte, der zahlt ordentlich drauf. Diese Leistungen soll es dafür geben.

Für die Fans ist Tokio Hotel der letzte Schrei. Von einer Teenagerband haben die Magdeburger den komplizierten Sprung zur Synthpop-Gruppe geschafft. Die Ticketpreise, die einige Fans allerdings für das Konzert am Freitag, 17. Mai, in der Turbinenhalle bereit sind zu zahlen, klingen schon ziemlich eigentümlich. Auch über die versprochene Leistung der „Vip-Upgrades“ zur „Melancholic Paradise Tour“ können selbst Konzert-Profis nur staunen.

Während eine reguläre Eintrittskarte im Vorverkauf für 61,50 Euro zu haben ist, kann man sein Portemonnaie mit dem sogenannten „I want more“-Paket problemlos mit weiteren 1062,08 Euro belasten. Diesen volkstümlichen Preis verlangt nämlich der Berliner Eventanbieter „Treehouse Ticketing“ in seiner höchsten Kartenkategorie in Oberhausen. Kurios: Alle diese Karten sind schon ausverkauft!

Wer nun meint, dass mit einem Glas Sekt zur Begrüßung und einem T-Shirt zur Erinnerung die Fantasie der Zusatzleistungen ausgeschöpft sei, der täuscht sich gewaltig. Der Leistungsumfang der „Upgrades“ liest sich wie eine Reise ins Absurde. So dürfen die Konzertgänger nicht nur früher in die Turbinenhalle als andere. Kartenbesitzer dürfen schon beim Soundcheck lauschen und mit der Band bei einem Gruppenfoto posieren.

Eigener Song in der Garderobe

Bei einer privaten Bühnen- und Backstage-Führung versprechen die Veranstalter dann einen exklusiven Blick hinter die Kulissen. Weiter heißt es im Katalog frohlockend: „Werde Teil der Show und sei zusammen mit der Band auf der Bühne, triff die Band Backstage in ihrer Garderobe und genieße einen Akustik-Song — nur für dich!“

Tokio Hotel lade die Fans zudem zu einen Drink ein. Ein privates Gespräch wird ebenfalls versprochen – genauso wie eine Frage-und-Antwort-Runde. Ein Selfie mit dem eigenen Smartphone gewährt die Band auch noch – genauso wie ein professionelles Foto.

Ein, natürlich, streng limitiertes Poster, unterzeichnet von jedem Bandmitglied, sollen die Ticketbesitzer dann anschließend mit nach Hause nehmen dürfen. Und einen Gegenstand, der während der Show benutzt wurde, gibt es noch obendrauf. Welcher das wohl sein könnte, wird nicht verraten.

Eine ganze Menge also! Was allerdings nicht im Paketpreis von 1062,08 Euro enthalten ist, bleibt das Konzert selbst. Dafür müssen die Fans noch zusätzlich beim Konzertveranstalter bezahlen.

Die „Präsidenten Suite“ kostet über 3.000 Euro

Wer nun aber glaubt, dieses Upgrade sei sozusagen die „Präsidenten Suite“ unter den Mehrleistungen von Tokio Hotel, der täuscht sich abermals. In anderen Tourstädten wie Hamburg wird zusätzlich das „Melancholic Paradise“-Paket angeboten.

Hier darf der Fan im Band-Hotel übernachten. Und es gibt ein Frühstück, das die Band persönlich für den Kartenbesitzer zusammengestellt haben soll. Sonderpreis: 3.123,75 Euro.

>>> Vip-Upgrades auch bei anderen Musikern

Die kuriosen Zusatzpakete gibt es bei Tokio Hotel auch in abgespeckten Varianten. Angefangen bei einer Soundcheck-Karte ab 74,97 Euro.

Auch bei Musikern wie Lena Meyer-Landrut und Alvaro Soler gibt es die VIP-Pakete. Hier bewegen sich die Preise allerdings zwischen 55 und 200 Euro.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben