Kulturausschuss

„Abgerockter Flügel“ beschäftigt Kulturausschuss

Die renommierte Pianistin Ragna Schirmer – hier an einem voll funktionsfähigen Instrument.

Die renommierte Pianistin Ragna Schirmer – hier an einem voll funktionsfähigen Instrument.

Foto: Maike Helbig

Oberhausen.  Die SPD-Fraktion verlangt von der Kulturverwaltung einen Sachstandsbericht nach Kritik an den unwürdigen Umständen des dritten Sinfoniekonzerts.

Die „pianistische Grandezza an abgerocktem Flügel“ schlägt Wellen bis in den Kulturausschuss. Unter dieser Schlagzeile hatte Sven Thielmann, der Konzertkritiker dieser Zeitung, über das dritte Sinfoniekonzert des Kulturbüros mit der Solistin Ragna Schirmer in der Luise-Albertz-Halle berichtet – und wie die renommierte Pianistin mit den Intonationsschwächen ihres Instruments zu kämpfen hatte. „Dies wurde deutlich von den Zuhörern registriert“, moniert auch Manfred Flore, der kulturpolitische Sprecher der SPD-Fraktion.

Für den Kulturausschuss, der am Dienstag, 29. Oktober, um 15 Uhr im Raum 330 des Bert-Brecht-Hauses am Saporishja-Platz tagt, beantragen die Sozialdemokraten daher einen Sachstandsbericht und fragen, „wie es zu einer solchen Situation kommen konnte und wie sich die Stadt in Zukunft davor schützen möchte?“

Nach Informationen dieser Zeitung war der 50 Jahre alte Flügel in der noch ungeheizten Luise-Albertz-Halle gestimmt worden – aber später in der warmen Halle eben nicht mehr nachgestimmt. Ragna Schirmer hatte die Größe, das von unserem Kritiker „unwürdig“ genannte Instrument für das Publikum in einem bestenfalls halb gefüllten Saal bis zum Schluss des Programms zu bespielen.

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