Hauptbahnhof

Anti-Viren-Lack am Bahnhof Oberhausen noch nicht aufgetragen

Geländer und Handläufe am Hauptbahnhof erhalten möglichst bald einen Anti-Viren-Lack.

Geländer und Handläufe am Hauptbahnhof erhalten möglichst bald einen Anti-Viren-Lack.

Foto: Michael Dahlke / FUNKE Foto Services

Oberhausen  Große Bahnhöfe in NRW erhalten einen Anti-Viren-Lack. Auch für Oberhausen ist das geplant. Derzeit ist Geduld bei dem Projekt gefragt.

Die Deutsche Bahn will schnellstmöglich den Oberhausener Hauptbahnhof mit einem Anti-Viren-Lack ausstatten. Kontaktflächen wie Aufzugknöpfe, Geländer und Handläufe erhalten einen speziellen Anstrich, um so das Corona-Infektionsrisiko zu senken. Derzeit bringt das recht kalte Wetter das Projekt allerdings in Stocken.

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Das Anti-Viren-Lack tötet laut Mitteilung der Deutschen Bahn rund 99,9 Prozent aller Corona-Viren und andere Keime ab. "Durch den Einsatz des Lacks wird die Übertragung von Keimen und Bakterien minimiert", sagt Stephan Boleslawsky, Regionalbereichsleiter der DB Station & Service West. Das Ansteckungsrisiko für Krankheiten wie Covid-19 sei damit deutlich geringer. "Wir leisten somit einen aktiven Schutz zur Gesundheit unserer Reisenden und Besucher."

Der Einsatz des Schutzlacks an 209 NRW-Bahnhöfen kostet rund 200.000 Euro und wird über das „Sonderprogramm kommunale Verkehrsinfrastruktur ÖPNV“ des Landes Nordrhein-Westfalen finanziert.

Arbeiten in der Nacht

Ein Bahnsprecher erläuterte auf Anfrage unserer Redaktion, warum das Projekt derzeit ins Stocken geraten ist: Der Anti-Viren-Lack kann nur bei Temperaturen über fünf Grad verarbeitet werden; da die Arbeiten nachts stattfinden müssen, wenn im Hauptbahnhof wenig los ist, kann das Auftragen derzeit nicht erfolgen. Der Lack darf eine Stunde lang nicht berührt werden und muss in dieser Zeit einwirken.

So schnell wie möglich

Der Bahnsprecher unterstreicht, dass das Projekt möglichst schnell auch in Oberhausen umgesetzt werden soll - sobald die Wetterlage es erlaubt.

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