Metal-Konzert

„Arch Enemy“ in der Turbinenhalle: Bedrohlich, brachial

Sängerin Alissa White-Gluz, hier auf dem Rockharz Open Air 2017.

Sängerin Alissa White-Gluz, hier auf dem Rockharz Open Air 2017.

Oberhausen   Für ihre Tour haben die Schweden um Frontfrau Alissa White-Gluz gleich drei Vorbands verpflichtet. Am 26. Januar kommen sie nach Oberhausen.

Nachdem im November „Arch Enemy“ ihren Auftritt beim „Ruhrpott Metal-Meeting“ abgesagt hatten, kommt das schwedische Quintett jetzt am Freitag, 26. Januar, auf seiner Deutschland-Tournee in die Turbinenhalle, Im Lipperfeld 23. Diese Melodic-Deathmetal-Band, 1996 von Gitarrist Michael Amott gegründet, surft auf einer Erfolgswelle. So haben die Schweden nach ihrer Live-Scheibe „As the Stages Burn“ vom Auftritt in Wacken 2016 gleich noch das Studioalbum „Will to Power“ nachgeschoben.

Die ansteigende Erfolgskurve von „Arch Enemy“ hat aber zuvorderst mit jenen Qualitäten zu tun, die sie aus der Masse gleichgroßer Metal-Bands herausstechen lässt: Da wäre der konsequente Einsatz von Sängerinnen, die problemlos die Rolle von Ursprungssänger Johan Liiva ausfüllen können. 2014 hat die Kanadierin Alissa White-Gluz den Gesangspart übernommen.

Bestens geölte Metal-Maschine

Das Besondere: Bei „Arch Enemy“ wird für den aggressiven und durchdringenden Gesang auf extrem tiefe, fast gutturale Melodielinien gebaut. Alissa reproduziert also männliches „Growlen“ mit einer solchen Präzision, dass kein Unterschied zu einer männlichen Stimme zu hören ist. Damit hat sie in der Metal-Szene fast ein Alleinstellungsmerkmal und kann das Bedrohliche, Barbarische und Brachiale in der Musik von „Arch Enemy“ besonders gut herausarbeiten.

Dazu gesellt sich eine bestens eingespielte Heavy-Metal-Maschine um Bassist Sharlee D’Angelo und Power-Drummer Daniel Erlandsson. Melodie- und Rhythmusgitarren von Michael Amott und Jeff Loomis produzieren intelligente Riffs, die nicht selten zu spannenden Gitarrenduellen führen. Das schweißt die Fünf zu einem kompromisslosen und außergewöhnlichen Block zusammen, der den Unterschied macht.

Tour mit Geschichtspotential

Drei Vorbands treten ab 19 Uhr auf: Zunächst die finnischen Metaller von „Wintersun“, dann die schwedischen Death-Metaller von „Tribulation“, die an diesem Tag ihre neue Platte „Down Below“ veröffentlichen. Die Band „Jinjer“ aus der Ukraine ist sich jetzt schon sicher: „Diese Tour wird mit Sicherheit in die Geschichtsbücher eingehen!“

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