Dreharbeiten

Auma Obama besucht den Frauengarten in Oberhausen

Trotz offizieller Presse-Einladung war Fotografieren verboten. Das Bild zeigt Auma Obama bei einer anderen Veranstaltung.

Trotz offizieller Presse-Einladung war Fotografieren verboten. Das Bild zeigt Auma Obama bei einer anderen Veranstaltung.

Foto: dpa

Oberhausen.  Auma Obama, Halbschwester von US-Präsident Barack Obama, besuchte am Donnerstag Oberhausen. Im Frauengarten am Kaisergarten ließe sie sich Pflanzen erklären und informierte sich über die Arbeit vor Ort. Obendrein gab’s ein ganz besonderes Geschmackserlebnis.

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Ganz vorsichtig steckt die kleine Katze ihren Kopf durch die Holzlatten des Gartenzauns. Als wüsste sie, dass Besucher heute unerwünscht sind, im Interkulturellen Frauengarten Rose am Kaisergarten. Grund ist ein anderer Gast: Auma Obama, die Halbschwester von US-Präsident Barack Obama war am Donnerstag in Oberhausen. Ein Filmteam hat mit der Kenianerin einen Beitrag für das WDR-Magazin Frau TV gedreht. Außenstehende sind nicht willkommen. Fotografieren? Trotz offizieller Presse-Einladung nicht erlaubt. So will es die Produktionsfirma Tvision.

Auma Obama ist Initiatorin der Stiftung Sauti Kuu (zu deutsch: Starke Stimmen), die sich um Jugendliche in Kenia kümmert. Dazu gehört auch, in Demo-Gärten den Kindern beizubringen, wie man Obst und Gemüse anbaut. Öffentliche Auftritte wie in Oberhausen nutzt die 54-Jährige, um auf ihre Arbeit aufmerksam zu machen. Und um sich Inspiration zu holen, sagt Saskia Hildebrandt, Sprecherin der Stiftung Sauti Kuu.

Das ist doch eine Blume!

Und Inspiration gibt’s reichlich im Frauengarten. „Soll ich die wirklich essen? Das ist doch eine Blume!“ Auma Obama hält die Blüte der Kapuzinerkresse in der Hand und schaut skeptisch. Aber Saniye Özkaya macht’s vor und steckt sich grinsend die orangefarbene Blüte in den Mund. Auma Obama macht’s nach und ist begeistert. „Lecker würzig“, sagt die studierte Germanistin.

In aller Ruhe lässt sie sich von Özkaya und den anderen Damen, die sich um den Garten am Kaisergarten kümmern, die Pflanzen erklären. Eine getrocknete Nachtkerze hat Auma Obama auch schon eingepackt, um sie nach den Dreharbeiten mit nach Kenia zu nehmen. Die Samen, lernt sie von den Oberhausener Gärtnerinnen, haben einen sehr hohen Anteil an gesunden Omega-3-Fettsäuren.

Eine Heimat für jeden

Ellen Diederich ist froh über die Aufmerksamkeit, die der hohe Besuch, der ganz unprätentiös in Gummistiefeln über den matschigen Rasen stapft, mit sich bringt. „Unser Garten, das ist eine tolle Sache“, sagt Diederich, die vor fünf Jahren die Idee dazu hatte. Auf dem Gelände der ehemaligen Stadtgärtnerei haben sie und die anderen Frauen einen Rückzugsort geschaffen, „eine Heimat für jeden“, sagt Diederich. Wenn nicht gerade ein Filmteam vor Ort ist, kümmern sich insgesamt zwölf Frauen aus ganz unterschiedlichen Ländern um den Garten. Sie bauen Obst, Gemüse und Blumen an, genießen die Ruhe – und heißen alle Besucher herzlich willkommen.

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