Kult-Kneipe

Gdanska bietet Boulevard, Chansons und Fußball-Weisheiten

Verbal immer im Ballbesitz: Radioreporter Burkhard Hupe (re.), hier mit Armin Lehmann in „Pistors Fußballschule“.

Verbal immer im Ballbesitz: Radioreporter Burkhard Hupe (re.), hier mit Armin Lehmann in „Pistors Fußballschule“.

Foto: Christoph Wojtyczka / FUNKE Foto Services

Oberhausen.  Zum vollen Kneipen-Programm zählt neben Gabriel Baryllis romantischer Komödie „Honigmond“ auch das Tresen-Dribbling des Reporters Burkhard Hupe.

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Eine Kult-Kneipe wie das Gdanska am Altmarkt kennt eigentlich ja keine Sommerpause. Doch der Kulturbetrieb hinter Zapfhähnen nimmt jetzt besonderen Schwung auf – mit einem süffigen Mix aus Boulevard-Komödie, großen Chansons und dem deftigen Fußball-Imbiss mit dem Titel „Pommes, Pils und Prosa“.

Ambitionierte Intendanten mag’s grausen, aber der meistgespielte zeitgenössische Autor deutscher Sprache heißt weder Dirk Laucke und schon gar nicht Botho Strauß – sondern Gabriel Barylli. Und die romantische Komödie für drei Schauspielerinnen „Honigmond“ des inzwischen 62-jährigen Wieners ist seit 25 Jahren kaum mehr von den Boulevard-Brettern zu verdrängen. Drei Freundinnen teilen die Erkenntnis: Männer machen nur Probleme. Doch der Untertitel verrät schon fast zuviel: „Für alle, die noch an den Märchenprinzen glauben“. Mit dem launigen Trio Nika von Altenstadt, Tanja Haller und Maria Sichelschmidt gastiert das „Kammerspielchen“ aus Wuppertal am Samstag, 21. September, um 20 Uhr im Gdanska-Theater. Karten kosten 23,50 Euro.

Die Lieder des „schwarzen Engels“

In guter Tradition machen Maria und Czeslaw Golebiewski an zwei Abenden wieder bekannt mit einem großen Namen der polnischen Kultur: „Die Rückkehr des schwarzen Engels“ ist der dramatische Titel des poetisch-musikalischen Programms für Ewa Demarczyk. Die heute 78-Jährige hat sich seit Jahrzehnten von den Bühnen zurückgezogen. Als stets schwarz gekleidete Existenzialistin des polnischen Chansons feierte sie in den 1960ern Erfolge vom Pariser „Olympia“ bis zur New Yorker Carnegie Hall. Am Samstag, 28., um 19 Uhr und Sonntag, 29. September, um 17 Uhr singt Roza Frackiewicz die Lieder des „schwarzen Engels“. Der Eintritt kostet 15 Euro.

Fußball und Existenzialismus haben manche Berührungspunkte – aber ob Burkhard Hupe am Donnerstag, 10. Oktober, um 20 Uhr darauf abhebt? Die bekannte Radiostimme erzählt, mit Pilsschaum vorm Mund, von ersten Toren, vergessenen Regeln, großen Helden und ersten Zweifeln. So witzig wie anrührend dribbelt der 52-Jährige durch seine Stories aus dem wahren Fußballleben. Der Eintritt kostet 10 Euro.

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