Theater Oberhausen

Grünen-Gründer Thomas Ebermann gibt Anti-Heimat-Abend

In Hamburg noch immer eine Szenegröße: Thomas Ebermann, vor fast 40 Jahren einer der Grünen-Gründer und jetzt ihr satirischer Verspotter.

In Hamburg noch immer eine Szenegröße: Thomas Ebermann, vor fast 40 Jahren einer der Grünen-Gründer und jetzt ihr satirischer Verspotter.

Foto: Roland Magunia

Oberhausen.  Zur Musik von Frank Spilker gestaltet der 68-jährige Altlinke aus Hamburg am 21. November eine „Besichtigung des Grauens“ im Späti-Programm.

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„Eine Besichtigung des Grauens“ nennt das Theater Oberhausen seinen „Heimat“-Abend in der Späti-Reihe am Donnerstag, 21. November, um 20 Uhr im frisch gestrichenen Pool.

In Kooperation mit der Freien Universität Oberhausen gestalten diesen kabarettistischen Anti-Heimat-Abend der Publizist und Politiker Thomas Ebermann und Thorsten Mense, Soziologe und Journalist. Dazu erklingt eine Komposition von Frank Spilker, Sänger der Indie-Band „Die Sterne“ aus gediegener Hamburger Schule.

Seine Webseite heißt „Heimatfeindschaft“

Mit Heimat erzielt man Umsatzrekorde: Boulevardblätter ehren sie mit Sonderausgaben, die Qualitätsmedien mit Debatten-Serien. Nazis verkünden, die Liebe zur ihr sei kein Verbrechen, und wer sie nicht liebe, sei aus ihr zu entfernen. Grüne plakatieren ihr zur Ehre; Sozialdemokraten reklamieren ältere Besitzansprüche und beneiden die Christdemokraten um die Idee mit dem Ministerium.

Am Theater Oberhausen wird „Heimat“ nun zur „Besichtigung des Grauens“. Der heute 68-jährige Thomas Ebermann zählt in seiner (auch das noch) Heimatstadt Hamburg zu den Gründervätern der Grünen. Seit 1982 war für die GAL Abgeordneter der Hamburgischen Bürgerschaft und von 1987 bis 1989 als Bundestagsabgeordneter Fraktionssprecher. Als Vertreter des ökosozialistischen, linken Flügels trat er 1990 aus Protest gegen die „realpolitische Tendenz“ bei den Grünen aus. In seiner publizistischen Arbeit pflegt Ebermann den satirisch-polemischen Ton – und die „Heimatfeindschaft“, so der Titel seiner Webseite.

Karten fürs Späti kosten 5 Euro, theater-oberhausen.de,

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