Insolvenzverfahren

Katholisches Klinikum KKO stellt Herzsport-Gruppe ein

Das St. Clemens Hospital in Oberhausen-Sterkrade benötigt Platz, um die Neurologie und andere Fachabteilungen des Alt-Oberhausener Krankenhauses St. Josef aufzunehmen.

Das St. Clemens Hospital in Oberhausen-Sterkrade benötigt Platz, um die Neurologie und andere Fachabteilungen des Alt-Oberhausener Krankenhauses St. Josef aufzunehmen.

Foto: Gerd Wallhorn / FUNKE FotoServices

Oberhausen.  Der Sanierungskurs des Katholischen Klinikums Oberhausen (KKO) krempelt die Gesundheitslandschaft um. Herzkranke müssen sich neuen Verein suchen.

Wer als Herzkranker in der Herzsportgruppe des Reha-Zentrums Oberhausen (RZO) in Sterkrade trainiert hat, muss sich einen neuen Verein suchen, um seine Gesundheit zu stärken. Denn im Zuge des Sanierungskurses der in finanziellen Schwierigkeiten steckenden Gruppe des Katholischen Klinikums (KKO) wird die Herzsportgruppe zum Jahresende eingestellt. Andere Sportgruppen des RZO, das zum KKO-Verbund gehört, sind bereits in der Vergangenheit aufgegeben worden.

Die Herzsportgruppe ist damit ein Opfer des KKO-Insolvenzverfahrens: Durch die Sanierung des Klinikums benötigt das Unternehmen freie Räume. Mit der Aufgabe des Alt-Oberhausener Traditionskrankenhauses St. Josef an der Mülheimer Straße wird die Neurologie nach Sterkrade, die Psychiatrie ans St.-Marienhospital in Osterfeld verlagert. Die Herzsportgruppe muss weichen.

Therapie- und Reha-Angebote bleiben bestehen

So wird ab dem 31. Dezember der kardiologische Rehabilitationssport (Herzsport) aus dem Programm genommen. Die Teilnehmer wurden darüber bereits nach Angaben der RZO-Leitung in einem Schreiben informiert. „Die umfangreichen therapeutischen Behandlungsangebote und ambulanten Rehabilitationsmaßnahmen bleiben von dieser Änderung unberührt. Dieses Leistungsspektrum steht den Patienten weiter voll zur Verfügung“, versichert RZO-Geschäftsführer Michael Stanislowski.

Das Reha-Zentrum Oberhausen versorgt große und kleine Patienten nach Unfällen, Operationen und Erkrankungen des Bewegungsapparates sowie des Nerven- und Herz-Kreislauf-Systems. Es hat sich auf die ambulante kardiologische und orthopädische Rehabilitation spezialisiert und wird diese nach den Plänen der Geschäftsführung weiter ausbauen. Das RZO betrachtet sich als einzigen Anbieter dieser Art in der näheren Umgebung. Durch Bewegung und Sport sollen die Patienten wieder fit werden.

Mit dem Aus für die Herzsportgruppe sieht das Reha-Zentrum keine Versorgungslücke aufkommen. „Herzsport wird von verschiedenen Gesundheitsportgruppen bzw. Vereinen in Oberhausen angeboten und findet in der Regel im Anschluss an eine kardiologische Reha statt – mit dem Ziel, die eigene Verantwortlichkeit des Teilnehmers für seine Gesundheit zu stärken“, heißt es in einer Stellungnahme des Klinikums auf Anfrage der Redaktion.

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