Gewalt gegen Kinder

In deutlich mehr Oberhausener Familien sind Kinder gefährdet

Das Jugendamt Oberhausen war 2018 in 541 Fällen aktiv, um zu überprüfen, ob eine Kindeswohlgefährdung vorlag.

Das Jugendamt Oberhausen war 2018 in 541 Fällen aktiv, um zu überprüfen, ob eine Kindeswohlgefährdung vorlag.

Foto: imago stock / imago Stock

Oberhausen.  Das Jugendamt in Oberhausen prüfte 2018 in 541 Fällen, ob eine Kindeswohlgefährdung vorliegt. Das entspricht einem Anstieg von 17 Prozent.

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Eine alarmierende Zahl: Das Jugendamt in Oberhausen war 2018 in 541 Fällen aktiv, um zu überprüfen, ob eine Kindeswohlgefährdung vorliegt. Das waren 17 Prozent mehr als im Jahr 2017 (462). Damit liegt Oberhausen weit über dem Landesdurchschnitt. In Nordrhein-Westfalen stieg die Fallzahl von 39.478 im Jahr 2017 auf 43.375 im Jahr 2018 und damit lediglich um 9,9 Prozent.

Wie das Statistische Landesamt IT-NRW mitteilt, wurde in unserer Stadt in 76 Fällen dann tatsächlich eine akute Kindeswohlgefährdung festgestellt (52 Fälle im Jahr 2017). In 43 Fällen bestand eine latente Gefährdung (das heißt, die Frage, ob aktuell eine Gefahr für das Kind besteht, konnte nicht eindeutig geklärt werden).

31-mal schalteten sich Verwandte oder Bekannte ein

187 Oberhausener Familien benötigten weitere Hilfsmaßnahmen – allerdings ohne, dass dort Kinder akut gefährdet waren. In immerhin 235 Fällen bestätigte sich der Verdacht nicht und es waren keine weiteren Maßnahmen erforderlich.

38-mal kamen die Hinweise ans Amt aus Schulen oder Kindertagespflegeeinrichtungen. 31-mal hatten sich Verwandte oder Bekannte eingeschaltet. In 131 Fällen ging das Jugendamt aber auch den Hinweisen von Polizei, Gericht oder Staatsanwaltschaft nach.

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