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Mädchen tauchen am „Heine“ in Geheimnisse des 3D-Drucks ein

3D-Druck im Blick: Die Workshops am „Heine“ sind gefragt.

3D-Druck im Blick: Die Workshops am „Heine“ sind gefragt.

Foto: Marco Fileccia / HHG

Oberhausen.  Mädchen, die gleich am ersten Schultag nach den Herbstferien etwas ganz Besonderes lernen wollen, sind hier genau richtig.

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Das Heinrich-Heine-Gymnasium startet auf ganz besondere Weise in die Zeit nach den Herbstferien: „Am Montag, 28. Oktober, machen wir als MINT-freundliche Schule ein ganz besonderes Angebot, das wir für Schülerinnen anderer Schulen öffnen. Am ersten Schultag nach den Ferien werden wir von 15 bis 17 Uhr einen kostenlosen Workshop zur Einführung in den 3D-Druck ausschließlich für Mädchen im Alter von 10 bis 17 Jahren anbieten“, berichtet Schulleiter Marcus Kortmann.

Über die Technik des 3D-Drucks herrsche wohl übereinstimmend die Meinung, so Kortmann, dass sie viele Produktionsprozesse künftig revolutionieren werde. So sei die Herstellung etwa von Ersatzteilen nicht mehr an einen bestimmten Ort wie eine Fabrik gebunden. „Es können Kleinserien oder Einzelteile sehr schnell und flexibel hergestellt werden, es sind keine großen Lagerkapazitäten mehr notwendig und es gibt viele weitere Vorteile mehr“, so Marcus Kortmann. Und dies gelte nicht nur für die Industrie, sondern auch in der Medizin seien fantastische Möglichkeiten versprochen und zum Teil schon eingelöst. So könnten Knochen-Implantate schon jetzt sehr individuell für den einzelnen Patienten gedruckt werden.

Programmieren und digitale Kompetenzen

Fürs Team des Heine-Gymnasiums sind das „Gründe genug, sich mit dieser Zukunftstechnologie auch in der Schule auseinanderzusetzen“, wie es heißt. Als MINT-freundliche Schule nutzt das Heinrich-Heine-Gymnasium seit einem Jahr den 3D-Drucker und bringt Schülerinnen und Schülern den kompetenten Umgang bei. Im Rahmen der so genannten „EU-Code-Week“ – eine Initiative, die der Bevölkerung das Programmieren und digitale Kompetenzen auf spaßige und ansprechende Weise näherbringen soll – bietet das Heine-Gymnasium nun in einer Reihe von fünf Veranstaltungen Workshops ausschließlich für Mädchen an. „Diese Art der Mädchenförderung“, so unterstreicht Initiator Marco Fileccia, „hilft ihnen manchmal, sich der Technik sehr selbstständig, in eigenem Tempo und ohne Angst vor Fehlern zu nähern.“

Mit nachhaltigem Material

Nun öffnet das Heine einen der Workshops auch für Mädchen anderer Schulen. Am Montag, 28. Oktober, können sie von 15 bis 17 Uhr im Selbstlernzentrum am Heine lernen, wie der 3D-Druck funktioniert, wie man einen 3D-Drucker bedient, wie man selbst dreidimensionale Objekte am Computer herstellt und dann ausdrucken kann. Die Schule verwendet dabei kein Plastik, sondern ausschließlich das nachhaltige Material PLA (Polylactide), das aus Maisstärke gewonnen wird und biologisch abbaubar ist.

Das Angebot richtet sich an Mädchen im Alter von 10 bis 17 Jahren. Um eine Anmeldung per Mail unter fileccia@hhg-ob.org wird gebeten.

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