Kinotipps

Oberhausen: 14-stündige Filmserie „La Flor“ im Walzenlager

Das schwer bewaffnete Star-Quartett von „La Flor“: Elisa Carricajo, Valeria Correa, Pilar Gamboa und Laura Paredes führen durch 14 Kino-Stunden.

Das schwer bewaffnete Star-Quartett von „La Flor“: Elisa Carricajo, Valeria Correa, Pilar Gamboa und Laura Paredes führen durch 14 Kino-Stunden.

Foto: Grandfilm

Oberhausen.  Wer alle Akte von Regisseur Mariano Llinás gewaltigem Epos sehen will, braucht acht Kinokarten – und erlebt einen Ritt durch die Filmhistorie.

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Wer nichts verpassen möchte von diesem wahrlich außergewöhnlichen Filmereignis, der sollte sich beim Kino im Walzenlager für die nächsten Adventswochen gleich acht Tickets pro Person sichern: Denn acht Filme, hier mit theatraler Grandezza „Akte“ genannt, umfasst die Serie „La Flor“ des argentinischen Regisseurs Mariano Llinás – an der Hansastraße 20 zu bestaunen vom 5. bis 16. Dezember. Und die ersten beiden Akte dieser epischen Produktion sind nur am ersten Abend zu sehen.

Groß aufspielendes Quartett der Hauptdarstellerinnen

Ein Film, der mit seinen Episoden, inspiriert von verschiedenen Filmkunstformen, der Kinogeschichte Anerkennung zollt. Jede Episode gehört einem Genre an. Die erste Episode könnte als B-Movie betrachtet werden. Die zweite Episode ist eine Art Musical mit geheimnisvollem Touch. Die dritte Episode ist ein Spionagefilm – die vierte deren schwer zu beschreibende Fortsetzung. Die fünfte ist von einem alten französischen Film inspiriert – bleibt aber im Agenten-Metier. Und das Finale handelt von einigen gefangenen Frauen, die im 19. Jahrhundert, nach vielen Jahren bei den Indianern, aus der Wüste zurückkehren.

Zehn Jahre lang hat Mariano Llinás an seinem knapp 14-stündigen Epos gearbeitet, und das Ergebnis zählt unbestritten zu den außergewöhnlichsten Kinoereignissen nicht nur dieses Jahres. Eine Serie für die Leinwand, eine verspielte, vor Ideen berstende Hommage an das Kino und das Geschichtenerzählen überhaupt. Elisa Carricajo, Valeria Correa, Pilar Gamboa und Laura Paredes bilden für drei Kapitel ein fulminant aufspielendes Quartett, das – umgeben von Dutzenden Nebendarstellern – als betörend roter Faden der Serie fungiert. Verwirrend? Dabei ist alles ganz einfach: Jede Episode bezieht sich auf ein klassisches Filmgenre, das Llinás genüsslich dekonstruiert und dem er zugleich huldigt.

Grandiose Besetzung um zwei Jungstars

Wer noch Woody Allens Films sehen mag, hat dazu Gelegenheit in der Lichtburg, täglich um 16.30 und 20.45 Uhr: „A Rainy Day in New York“ kann wieder mit einer grandiosen Schauspieler-Riege aufwarten, angeführt von den beiden Jungstars Elle Fanning und Timothée Chalamet. Eigentlich sollte es für das College-Paar Ashleigh und Gatsby ein romantisches Wochenende in New York werden, doch dann kommt alles anders als geplant. Während Gatsby seiner Freundin seine Heimatstadt zeigen möchte, hat Ashleigh noch einen Auftrag für die College-Zeitung zu erfüllen: Sie soll den berühmten Regisseur Roland Pollard interviewen. Der lädt sie nach dem Gespräch noch zu einem Screening seines neuen Films ein, an dem auch sein Drehbuchautor Ted Davidoff und der Filmstar Francisco Vega teilnehmen. So gerät Ashleigh von einer ungeplanten Situation in die nächste – und muss immer wieder ihren Freund vertrösten, dessen Wochenend-Pläne sich auflösen wie eine Torte im Regen.

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