Corona-Krise

Oberhausen: Gemeindezentrum bezugsfertig mitten in der Krise

Das neue Gemeindezentrum schmiegt sich an die Auferstehungskirche an.

Das neue Gemeindezentrum schmiegt sich an die Auferstehungskirche an.

Foto: Kerstin Bögeholz / FFS

Oberhausen.  Das 2,3-Millionen-Projekt setzt die Auferstehungskirche an der Vestischen Straße in Oberhausen-Osterfeld neu in Szene.

Die Evangelische Auferstehungskirchengemeinde in Oberhausen-Osterfeld absolviert derzeit einen einzigartigen Umzug, denn mitten in der Corona-Krise wird das neue Gemeindezentrum direkt neben der Auferstehungskirche fertig. Umzugskisten und Material sind schon ins neue Gebäude gebracht worden. Doch die Bauabnahme verzögert sich, weil die Corona-Pandemie ja auch durch die Amtsstuben im Rathaus wirbelt und lange geplante Vor-Ort-Termine nun nicht eingehalten werden können.

Wer sich das neue Gebäude anschaut, ist beeindruckt: Mit dieser 2,3-Millionen-Euro-Investition, zu zwei Dritteln von der Gemeinde gestemmt, wird an der Vestischen Straße ein neues Kapitel aufgeschlagen. Das schmucke Café schmiegt sich an die Kirchenmauer an, dazu gibt es großzügige Versammlungs- und Gruppenräume. Besondere Sichtachsen hin zur Kirche bietet das Atrium, wo bereits eine Felsenbirne gepflanzt wurde.

Das Architektenbüro „Archequipe“ (Köln/Essen) hat die Pläne für das Haus erstellt. Der Clou daran: An einer Seite ist die historische Mauer der Auferstehungskirche zugleich die Begrenzung des neuen Gebäudes, so dass hier eine besondere räumliche Atmosphäre entsteht. Zudem ist ein direkter Zugang von der Kirche ins Gemeindezentrum geschaffen worden. Und ein Teil des Gebäudes wird künftig der allgemeinen Jugendarbeit zugute kommen.

Bauarbeiter erstellen den Parkplatz

„Eigentlich sollte unser Pfarrsekretariat hier im neuen Gemeindezentrum längst die Arbeit aufgenommen haben“, sagt Pfarrerin Ursula Harfst. Doch wegen der verzögerten Bauabnahme sei das noch nicht möglich gewesen. Draußen vor dem Gemeindezentrum sind Bauarbeiter noch dabei, den Parkplatz herzurichten. Einige Wege vor der Kirche sind allerdings schon gepflastert. Auch hier gilt: Alles wirkt sehr gelungen. Die Neugestaltung setzt die Auferstehungskirche auf attraktive Weise in Szene. Von der Vestischen Straße aus wird das evangelische Gotteshaus künftig kaum noch zu übersehen sein.

Sponsor für Sitzbank gesucht

Alle Beteiligten gehen fest davon aus, dass auch noch die seit Beginn des Projekts geplante, fest installierte Sitzbank direkt vor dem Gemeindezentrum gekauft werden kann. Vielleicht liest diese Zeilen ja ein potenzieller Sponsor, der dieses kleine, aber feine Detail des Projekts unterstützen will.

Am 21. Juni 2020 war bislang die offizielle Einweihung des neuen Hauses vorgesehen. Doch ob dieser Zeitplan haltbar ist, ist vor dem Hintergrund der Corona-Krise sehr fraglich. „Wir werden das prüfen“, sagt Pfarrerin Ursula Harfst, die sich sicher ist, dass diese Einweihung ein fröhliches Fest mitten in Osterfeld werden wird.

Bis es so weit ist, werden sie an der Vestischen Straße nicht den Mut verlieren. Harfst sagt mit Blick auf die Corona-Pandemie: „Leider werden wir selbst an den Ostertagen keine Gottesdienste gemeinsam feiern können.“ Die Auferstehungskirchengemeinde grüßt deshalb alle Oberhausener mit biblischen Worten aus dem Brief an die Römer: „Nichts kann uns von der Liebe Gottes trennen: nicht der Tod und auch nicht das Leben, keine unsichtbaren Mächte, nichts Gegenwärtiges und nichts Zukünftiges. In Jesus Christus hat uns Gott diese Liebe geschenkt.“

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