Sorge um Arme

Oberhausen: Linke fordert Ersatz für Lebensmittel-Tafel

Da war die Oberhausener Tafel an der Gustavstraße noch offen: (v.li.) die Helfer Ali Karimi, Chammo Sulava und Marsama Gatano am 16. März 2020.

Da war die Oberhausener Tafel an der Gustavstraße noch offen: (v.li.) die Helfer Ali Karimi, Chammo Sulava und Marsama Gatano am 16. März 2020.

Foto: Christoph Wojtyczka / FUNKE Foto Services

Oberhausen.  Die Linken-Ratsfraktion sieht nach dem Aus der günstigen Versorgung für arme Oberhausener die Lebensgrundlage bedürftiger Menschen gefährdet.

Angesichts der Ansteckungsgefahr halten die Oberhausener Linken es zwar für unumgänglich, dass die Tafel die günstige Ausgabe von Lebensmitteln an wöchentlich bis zu 2000 armen Menschen beenden musste.

Doch die Ratsfraktion fordert die Stadtgesellschaft auf, eine Ersatzlösung für Bedürftige zu finden. „Die Betroffenen, darunter viele Kinder und ältere Menschen, sind existenziell auf die Unterstützung mit Lebensmitteln angewiesen. Die Hilfen Knall auf Fall einzustellen, ist aus humanitären Gründen nicht hinnehmbar“, sagt Linken-Ratsherr Martin Goeke. „Deshalb müssen kreative Ersatzlösungen her.“

Andere Städte hätten bereits reagiert: Sie lassen Lebensmittelspenden in Kartons verpacken und diese abholen – ohne nahen Kontakt. Nach Ansicht der Linken muss die Stadtverwaltung die ehrenamtlichen Tafel-Mitarbeiter so schützen, dass die Tafeln schnellstmöglich wieder öffnen können.

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