Projekt Brückenschlag

Fördergeld für Höfe und Fassaden in Oberhausen

Ein Beispiel für eine bei einem früheren Fassadenprogramm sanierte Hausfront an der Grenzstraße.

Ein Beispiel für eine bei einem früheren Fassadenprogramm sanierte Hausfront an der Grenzstraße.

oberhausen.  Bis zu 15.000 Euro Zuschuss gibt es für die Modernisierung von Hausfassaden in Teilen von Lirich und Stadtmitte. Förderrichtlinien beschlossen.

In den Grenzen des Gebiets von „Brückenschlag“, dem Projekt zur Stadterneuerung in Alt-Oberhausen, werden schon in diesem Jahr Verschönerungen an Häusern und Höfen finanziell gefördert. Bis zu 50 Prozent der Kosten gibt’s dabei als Zuschuss. Die Bezirksver­tretung Alt-Oberhausen hat jüngst die entsprechenden Förderrichtlinien verabschiedet. Das Projekt läuft bis 2022.

75.000 Euro jährlich über vier Jahre können abgerufen werden, sobald die Kommunalaufsicht die Richtlinien genehmigt hat. Insgesamt 300.000 Euro sind dafür im „Brückenschlag“-Etat vorgesehen. Ziel des Programms ist es, die Stadtmitte und Teile von Lirich wieder für Ansiedlungen und den Zuzug aller Bevölkerungsgruppen attraktiver zu machen.

Gleichzeitig soll der Trend gestoppt werden, dass Hauseigentümer in manchen Straßenzügen nicht mehr investieren, die Mieten fallen und nur noch eine sehr einseitig zusammengesetzte Bevölkerung dort lebt. Das Hof- und Fassadenprogramm soll für sie Anreize bieten, wieder selbst ihre Immobilien aufzuwerten.

Bis zu 50 Prozent Förderung

Demnach können Hauseigentümer schon in diesem Jahr zu 50 Prozent der Kosten, höchstens aber 30 Eu­ro je Quadratmeter umgestalteter Fläche, als Zuschuss bekommen. Gefördert werden die Erneuerung der Hausfassaden und die Aufwertung der Innenhöfe. Hinsichtlich Farbe, Material und eingesetzter Technik muss das Vorgehen aber mit der Stadt abgestimmt werden. Die Kosten dürfen auch nicht auf die Mieten umgelegt werden. Der Ei­gentümer muss sich verpflichten, den modernisierten Zustand zehn Jahre lang und gepflegt beizubehalten.

An den Fassaden können mit den Geldern der Putz ausgebessert und die Farbe erneuert werden. Erhaltenswerte Stuck- und Putzfassaden können restauriert, Ziegel- und Klinkerfassaden gereinigt und neu verfugt werden. Verunstaltete und verkleidete Fassaden können wieder in den früheren Zustand rückgebaut, unansehnliche Werbeanlagen und Vordächer beseitigt werden. Auch können mit den Geldern Mauern, Wände oder Fassaden künstlerisch gestaltet werden, können sie und auch Dächer begrünt oder sogar Dachgärten und Terrassen angelegt werden.

Auch Mieter können Anträge stellen

Bei den privaten Innenhöfen wird die Entsiegelung von asphaltierten oder betonierten Flächen unterstützt, ebenso ihre Instandsetzung, Reinigung oder künstlerische Gestaltung. Wege, Plätze und Zugänge können neu angelegt und gestaltet werden, ebenso Hauseingänge.

Grünflächen, Gemeinschafts- oder Mietergärten können neu bepflanzt werden. Spiel- und Sportflächen dürfen ebenso neu angelegt werden wie behindertengerechte Zugänge. Müllplätze dürfen umgestaltet und Fahrradstellplätze neu geschaffen werden. Auch dürfen Eigentümer Regenwasser ver­sickern lassen.

Reine Instandsetzungsarbeiten werden aber nicht gefördert, auch nicht Arbeiten, die hauptsächlich der Energieeinsparung dienen, ebenso wenig Pkw-Stellplätze. Eigenleistungen werden nicht angerechnet. Vorrang haben dabei straßenseitige und stark sanierungsbedürftige Fassaden, Objekte, die unter Denkmalschutz stehen oder sonst repräsentativ sind und Arbeiten, die den Anteil versiegelter Flächen spürbar verringern, außerdem Gemeinschaftsmaßnahmen an benachbarten Gebäuden.

Auch Mieter können die Mittel beantragen, wenn ihr Vermieter zustimmt. Die Kosten müssen aufgelistet werden und nachvollziehbar sein. Mit den Arbeiten darf erst begonnen werden, wenn der Antrag positiv beschieden wurde. Nach Abschluss der Arbeiten müssen die Eigentümer nachweisen, wie sie die Gelder verwendet haben.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben