Kultur im Stadtteil

Neu gegründete Kulturoffensive Bolleke legt richtig los

Kennt die Welt, fühlt sich seinem Heimatstadtteil gleichwohl verbunden: Michael Matuszak ist Vorsitzender von „KOB“.

Kennt die Welt, fühlt sich seinem Heimatstadtteil gleichwohl verbunden: Michael Matuszak ist Vorsitzender von „KOB“.

Foto: Tom Thöne

oberhausen.   Gemeinnütziger Verein fördert Konzerte und mehr in Alstaden, Lirich und Obermeiderich. Jeder kann Mitglied werden; Auftaktfestival am 26. Januar.

Ein neuer, fest organisierter Freundeskreis fördert die Kultur in den Stadtteilen Lirich und Alstaden (Oberhausen) und in Obermeiderich (Duisburg). Diese schöne Idee prägt das neue Projekt „Kulturoffensive Bolleke (KOB) e.V.“, benannt nach der Kultkneipe an der Stadtgrenze von Oberhausen und Duisburg.

Noch in diesem Monat, am Samstag, 26. Januar, soll es ganz konkret werden mit dem Vorhaben, mehr Kultur in die besagten Stadtteile zu bringen.

Zu einer Auftaktveranstaltung im Parkhaus Meiderich an der dortigen Bürgermeister-Pütz-Straße 123 sind alle interessierten Menschen eingeladen. Ab 14 Uhr gibt es ein buntes Kultur-Festival mit Theater und Live-Musik, mit leckerer Verpflegung von Grill, Food-Truck und Waffelstand. Ein Kinderschminken, Dosenwerfen, ein Maltisch und ein Theaterstück fürs junge Publikum (15.30 Uhr) runden das Programm ab. Um 17 Uhr informiert zudem ein Kurzvortrag über die wichtigsten Ziele der neu gegründeten Kulturoffensive.

„Gelebte, grenzüberschreitende Vernetzung“

Danach beginnt ein musikalisches Live-Programm unter dem Titel „Bolleke and Friends Festival (BAFF)“ mit fünf Musikern bzw. Gruppen: Randy Todd Blue, ein Singer/Songwriter aus New York, präsentiert sich und seine Lieder ebenso wie „Singularity“ (Rock), „2 Finger breit“ (mit Punk­rock), „Trijahnity (Reggae) und „Caustic Blood (Cover-Rock, Metal, Punk und Pop). Bis 24 Uhr läuft dieses Auftakt-Musikfestival in Regie von KOB (Eintritt frei), wobei für das gesellige Beisammensein nach der facettenreichen Live-Musik gilt: „Ende offen!“.

Die Kulturoffensive ist sozusagen noch ganz „taufrisch“ und wurde erst im November 2018 gegründet. Das offizielle Ziel lautet: Die Förderung von Kunst und Kultur in den Stadtteilen Lirich, Alstaden und Obermeiderich. Das Bolleke als Kultkneipe, dessen Gebäude ja Ende Oktober von einem Feuer schwer verwüstet wurde, stehe seit Jahrzehnten für eine „gelebte, grenzüberschreitende Vernetzung“, heißt es.

Live-Musik, Festivals, Lesungen

Daran wollen die KOB-Initiatoren anknüpfen und als gemeinnütziger Verein Konzerte, Festivals. Lesungen und vieles mehr in den besagten Stadtteilen veranstalten: „Wir sind eine Gruppe von Freunden unterschiedlichster Couleur. Am besten schaut ihr mal bei einer unserer Veranstaltungen vorbei und lernt uns dann persönlich kennen.“ Der Verein soll sich auf dem Wege flacher Hierarchien möglichst dynamisch und ideenreich fortentwickeln und von der Partizipation und dem Engagement seiner Mitglieder leben: „Wenn ihr eine Idee habt, wendet euch an uns und wir versuchen, so gut es geht zu helfen.“

>>>>>>>> Mitgliedsbeiträge und Spenden

An der Spitze der Kulturoffensive Bolleke steht als Vorsitzender Michael Matuszak. Der Verein finanziert sich in erster Linie aus Mitgliedsbeiträgen von derzeit fünf Euro pro Monat und auch aus Spendengeldern. Weitere Informationen online unter kulturoffensive-bolleke.de

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