Umweltwettbewerb

Wunderschule holt bei Klima Challenge Ruhr den 4. Platz

Anna, Lotta, Tunc und Timo mit Projektleiterin Barbara Meister im grünen Bereich vor der Wunderschule – hier soll der neue Garten entstehen.

Anna, Lotta, Tunc und Timo mit Projektleiterin Barbara Meister im grünen Bereich vor der Wunderschule – hier soll der neue Garten entstehen.

Foto: Gerd Wallhorn

OBERHAUSEN.   Die ganze Schulgemeinde machte mit. Klimafreundliche Aktivitäten wurden serienweise gepostet – der Lohn: 4. Platz bei der Klima Challenge Ruhr.

„Es hat sich gelohnt!“ Projektleiterin und Lehrerin Barbara Meister bringt es in vier Worten auf den Punkt. Die Teilnahme der Wunderschule an der „Klima Challenge Ruhr“ war ein voller Erfolg.

Die gesamte Schulgemeinde setzte sich über mehrere Wochen äußerst engagiert mit eigenen Klimaschutz-Aktivitäten für das Schulgartenprojekt der Wunderschule ein und dokumentierte das im Internet. So gelang es, beim regionalen Online-Projektwettbewerb stolze 8786 Punkte zu erreichen und damit einen beachtlichen vierten Platz zu erzielen.

Im Mai geht’s los

„Damit erhalten wir für unser Vorgartenprojekt an der Wunderstraße in Lirich die volle von uns beantragte Fördersumme von 1000 Euro“, freut sich Barbara Meister, die sogleich in die nähere Zukunft blickt: „Wir werden nun im Zeitraum von Mai bis Dezember die Grundstruktur des künftigen Obst- und Gemüsegartens anlegen. Unser Wunsch ist, dass sich dort in den kommenden Jahren ein üppiger, vielfältiger, artenreicher und bunter Garten entwickelt, in dem sich Menschen und Tiere gerne aufhalten!“

In der Tat: Wer sich mal vor der Wunderschule umschaut, wird schnell feststellen, dass sich der eingezäunte Grundstücksstreifen vor dem Schulgebäude bestens für ein solches Projekt eignet. Der künftige Schulvorgarten könnte in den nächsten Jahren so etwas wie eine grüne Visitenkarte für die Liricher Grundschule werden.

Kinder sind hochmotiviert

„Unsere Kinder sind hier stets begeistert bei der Sache, wenn’s ums Gärtnern geht“, berichtet Barbara Meister. Ich brauche nur mit Schüppe und Pflanzen aufzutauchen, schon fragen die Kinder: ,Kann ich mithelfen?’“

Der künftige Schulvorgarten soll nachhaltig wirken und alle Belange des Naturschutzes berücksichtigen. Das Stichwort dazu lautet: Permakultur. Die Bodenbearbeitung wird dabei auf eine Minimum reduziert, die Erde ist stets bedeckt. Verschwendung werde durch Kompostierung und Recycling vermieden, wie Barbara Meister unterstreicht.

„Durch die Bodenbedeckung, zum Beispiel durch Pflanzen oder Streu, werden einerseits die schädlichen Folgen von Hitze und Trockenheit vermindert, andererseits werden der Boden und das Leben im Boden gefördert und gepflegt.“ So reichere sich Humus an, der die Kolhendioxid-Belastung der Atemluft verringere.

Von der Aussaat bis zur Ernte

Ziel sei es, „eine sehr pflegeleichte, artenreiche und kostengünstige Gartenumgebung zu schaffen, in der die kultivierten Pflanzen in einer Mischkultur mit geringem Arbeitsaufwand von der Aussaat bis zur Ernte gedeihen.“

Die Wunderschule will die Öffentlichkeit über die Fortschritte beim Gartenprojekt laufend informieren. „Wir hoffen, dass unser Garten als Vorbild dienen kann bei der Anlage privater oder öffentlicher Gärten.“

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