Finanzspritze für Schulen

Oberhausener Schulen werden mit Förder-Millionen saniert

Auf dem Gelände der ehemaligen Hauptschule Alstaden wird derzeit gearbeitet. Der linke Bau mit der Glasfassade wird erweitert für den Offenen Ganztag der Ruhrschule, die dort bald einziehen soll. 

Auf dem Gelände der ehemaligen Hauptschule Alstaden wird derzeit gearbeitet. Der linke Bau mit der Glasfassade wird erweitert für den Offenen Ganztag der Ruhrschule, die dort bald einziehen soll. 

Foto: Jory Aranda

Alt-Oberhausen.   Förderprogramme machen Investitionen in Bildung möglich. Auch viele Schulen südlich des Kanals profitieren davon: Ein Baustellenbesuch.

Schule verändert sich seit Jahren sehr – weg vom Halbtags-, hin zum Ganztagsbetrieb, das Recht auf Inklusion, neue Lehr- und Lernmethoden. Da muss sich auch an Gebäuden und Ausstattung etwas tun – Mensen müssen geschaffen oder vergrößert werden, die Bauten müssen barrierefreier, die Klassenzimmer größer und flexibler nutzbar werden.

Die Förderprogramme „Gute Schule 2020“ und die Kommunalinvestitionsförderungsprogramme 1 und 2 machen es möglich, rund 50 Millionen Euro zu investieren, um endlich auch Oberhausens vielfach in die Jahre gekommenen Schulgebäude für die Zukunft zu rüsten und den erheblichen Sanierungsstau verringern zu können. Größere Baumaßnahmen sind im Gange. Wir haben die größten Baustellen südlich des Kanals besucht.

Richtig viele Handwerker sind derzeit zum Beispiel auf dem Gelände der ehemaligen Hauptschule Alstaden an der Bebelstraße aktiv: Für rund 2,2 Millionen Euro wird dort umgebaut, damit zum nächsten Schuljahr die Ruhrschule ihren Betrieb aufnehmen kann. Auf einer Gesamtfläche von rund 3100 Quadratmetern werden für die vierzügige Grundschule 16 Klassenräume, ein großzügig geschnittener Bereich für den offenen Ganztag sowie die dafür nötige Mensa mit Aula hergerichtet.

Zehn barrierefreie Klassenzimmer

Da die Ruhrschule Inklusionsschule ist, werden zehn der 16 Klassenräume so hergerichtet, dass sie barreierefrei zu erreichen sind. Dafür werden zwei Gebäudeteile mit entsprechenden Aufzügen ausgestattet, außerdem wird eine Rampe erstellt, um den Niveauunterschied zwischen zwei Trakten zu überbrücken. Zudem werden drei behindertengerechte Toiletten geschaffen – und gleichzeitig die kompletten Toilettenanlagen erneuert.

Wegen Lieferschwierigkeiten wird der Glasaufzug im Treppenhaus wohl erst zum Ende der Sommerferien fertig sein – was den Umzug verkomplizieren oder verzögern könnte: „Das müssen Schulbereich und Schulleitung miteinander abstimmen, wenn der genaue Zeitplan steht“, erklärt Horst Kalthoff, Geschäftsführer der OGM, die für die Umsetzung der Bauprojekte verantwortlich ist.

Für das Außengelände soll in Kürze eine detaillierte Planung entstehen: Für die jüngere Schülerschaft müssen ansprechende Spielmöglichkeiten geschaffen werden, gleichzeitig soll das Gelände aber weiter hin und wieder für Stadtteiltreffs wie das Sommerfest der KG Alstadener Bären nutzbar bleiben.

Eine große Baustelle ist derzeit auch am Heinrich-Heine-Gymnasium zu finden: Dort entsteht am Hauptgebäude ein unterkellerter Anbau mit etwa 300 Quadratmetern Grundfläche. Er ersetzt die beiden Pavillons, die energetisch längst indiskutabel waren und bereits abgerissenen sind. In dem Anbau sollen im Erdgeschoss Ganztagsräume entstehen, in der ersten Etage drei Klassenzimmer und zwei Differenzierungsräume. „Offene Grundrisse machen das Gebäude sehr variabel und eine zeitgemäße Mehrfachnutzung möglich“, so Kalthoff. Bis Mitte des Jahres sollen die Bauarbeiten abgeschlossen sein. Kostenpunkt inklusive des Abbruchs der Pavillons: rund 2.673.000 Euro.

>>> Info: Weitere Sanierungen an Schulen im Süden der Stadt

Mit Hilfe des Programms „Gute Schule 2020“ werden Malerarbeiten und andere Innensanierungen durchführt. WC-Anlagen werden saniert – zum Beispiel an der Anne-Frank-Realschule, an der Bismarckschule, am Heinrich-Heine-Gymnasium, am Bertha-von-Suttner-Gymnasium und am Hans-Sachs-Berufskolleg.

Auch Mittel aus dem eigenen Schulbausanierungsprogramm der Stadt fließen in Verbesserungen: So wird etwa an der Förderschule am Rechenacker (Hagedornschule) die Terrasse zum Schulhof saniert, am Hans-Sachs-Kolleg Oberbodenarbeiten im Hausmeisterbüro und Malerarbeiten in der Pausenhalle finanziert. Die Concordiaschule erhält eine neue Schließanlage und am Heinrich-Heine-Gymnasium werden Sicherheitsmängel an der Lüftungsanlage behoben.

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