Aktion für Tierrechte

Peta in Oberhausen: „Tiere sind keine Weihnachtsgeschenke“

Peta-Aktivist Jens Vogt machte am Mittwoch, 4. Dezember, auf dem Altmarkt in Oberhausen halbnackt darauf aufmerksam, dass Tiere nicht zu Weihnachten verschenkt werden sollten.

Peta-Aktivist Jens Vogt machte am Mittwoch, 4. Dezember, auf dem Altmarkt in Oberhausen halbnackt darauf aufmerksam, dass Tiere nicht zu Weihnachten verschenkt werden sollten.

Foto: Kerstin Bögeholz / FUNKE FotoServices

Oberhausen.  Die Tierschutzorganisation Peta hat in der City vor dem unüberlegten Kauf von Tieren zum Fest protestiert. Tierpatenschaften seien geeigneter.

Ein Hundekäfig mit einer roten Schleife hat am Donnerstagnachmittag, 4. Dezember, auf dem Altmarkt die Blicke vieler Passanten auf sich gezogen. Darin verbarg sich allerdings kein Vierbeiner, sondern ein junger Mann – halbnackt und mit plüschigen Hundeohren. Davor ein Schild mit der Botschaft: „Tiere sind keine Weihnachtsgeschenke.“

Mit dieser Aktion macht die Tierschutzorganisation Peta derzeit überall in der Region sich aufmerksam. Sie appelliert zum Weihnachtsfest daran, nicht unüberlegt Heimtiere zu verschenken und warnt vor Spontankäufen.

„Einem Tier ein Zuhause zu bieten, ist eine verantwortungsvolle Aufgabe“

„Die Aufnahme eines tierischen Mitbewohners sollte niemals von einem Feiertag abhängen“, so Peta-Aktivist Jens Vogt, der sich am Donnerstag, 4. Dezember, höchstselbst in den Käfig zwängte und später Passanten informierte. „Einem Tier ein Zuhause zu bieten, ist eine verantwortungsvolle Aufgabe, die zeit- und kostenintensiv ist – und das oftmals für viele Jahre. Deswegen muss die Entscheidung unbedingt wohlüberlegt getroffen werden – und zwar von der ganzen Familie.“

Peta: Vor Weihnachten wird viel mit Tieren geworben

Gerade in der Vorweihnachtszeit würden Zoohandlungen, Baumärkte und Züchter viel mit Tieren werben, macht die Tierrechtsorganisation Peta klar. Eine liebenswürdige Fellnase unterm Weihnachtsbaum bringe Kinderaugen im ersten Moment auch sicherlich zum Leuchten, doch nach kurzer Zeit folgte oft die Ernüchterung, weil die Tiere doch zu laut, zu teuer, zu anstrengend, zu zeitaufwendig oder schlichtweg nicht mehr interessant seien.

Peta empfiehlt: „Immer eine gute Wahl sind tierfreundliche Geschenke, die Zwei- und Vierbeinern Freude bereiten. Viele Tierheime, Lebenshöfe und Tierschutzvereine bieten beispielsweise Tierpatenschaften an. Außerdem freuen sich Kinder oftmals über Tiere aus Stoff oder entsprechende Sachbücher, in denen sie Wissen über Vierbeiner erlangen können.“

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