Literatur

Prof Roland Günter eröffnet neue Reihe „Oberhausen schreibt“

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Roland Günter als Weg-Weiser fern aller Dogmen und Glaubenssätze sagt: „Fast alles ist heute un-ideologisch.“

Roland Günter als Weg-Weiser fern aller Dogmen und Glaubenssätze sagt: „Fast alles ist heute un-ideologisch.“

Foto: Jakob Studnar

OBERHAUSEN.  Das Literaturhaus, Marktstraße 146, will heimische Autoren würdigen und startet am Freitag, 8. Februar, mit Oberhausens produktivstem Schreiber.

Im dritten Jahr seines Bestehens widmet sich das Literaturhaus, Markstraße 146, intensiver der Literatur, die in und um Oberhausen zu Papier gebracht wird. Schon mehrfach hat der rührige Verein einzelne Oberhausener Autorinnen und Autoren zu Gast gehabt, will nun die „beachtliche literarische Vielfalt“ aber noch nachdrücklicher würdigen: Vielschreiber, Gelehrte, Bestsellerautoren, Debütanten und Unveröffentlichte, Weltliteratur und Heimatgeschichten – alles ist dabei.

Gleichzeitig fanden die Literaturhäusler Mitstreiter, um die literarischen Aktivitäten in Oberhausen ganz praktisch zu fördern: Noch im Februar will man einen Literaturförderpreis „Junges Oberhausen“ für Autoren zwischen 16 und 25 Jahren ausschreiben, der im November 2019 erstmals verliehen wird.

Über 60 Bücher im Laufe eines 82-jährigen Lebens

Den Anfang von „Oberhausen schreibt“ am Freitag, 8. Februar, um 19 Uhr (Einlass 18 Uhr) macht allerdings ein stadtbekannter, streitbarer Geist: Prof. Roland Günter ist sicher einer der produktivsten Autoren Oberhausens. Über 60 Bücher hat er im Laufe seines 82-jährigen Lebens publiziert. Drei aktuelle Buchprojekte verfolgt er derzeit parallel. Eines davon sind seine Memoiren, aus denen er im Literaturhaus eine Kostprobe lesen wird.

Roland Günter lebt in Eisenheim, seit er mit einer Gruppe von Studenten – und mit den Bewohnern – Anfang der 70er Jahre die älteste Arbeitersiedlung des Reviers vor dem Abriss gerettet hat. In Zahlen dokumentiert sich für Prof. Günter, der auch ein passionierter Archivar seiner Aktivitäten ist, der bis 1977 geführte Kampf um Eisenheim so: 600 Artikel in den Oberhausener Zeitungen, 200 in der überregionalen Presse, dazu 60 Fernseh-Beiträge. Roland Günter meinte sogar: „Mit den Studiengruppen hier hat der Ruhrtourismus angefangen.“

Vorbild für das gesamte Ruhrgebiet

Jedenfalls sind nach dem Vorbild der Eisenheimer Initiative im ganzen Ruhrgebiet mehr als 50 historische Siedlungen erhalten und meist unter Denkmalschutz gestellt worden. In Eisenheim haben Janne und Roland Günter eine „Gelehrten-Bibliothek“ errichten lassen: Auf den Grundmauern eines im Weltkrieg zerstörten Werkskindergartens entstand „das blaue Haus der vielen Bücher“ – ein Kleinod mit 20.000 Bänden zur Kulturgeschichte und sozialen Stadtentwicklung.

>>>>>> Eintritt kostet acht Euro

Der Eintritt im Literaturhaus, Marktstraße 146, kostet 8 Euro, online: www.literaturhaus-oberhausen.de

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