Stadtfest

Schau mit Futter und Filz beim Frühlingsfest in Oberhausen

Eine riesige Auswahl an bunten Stoffen hatten die Händler beim Stoffmarkt auf dem Saporishja-Platz im Angebot.

Eine riesige Auswahl an bunten Stoffen hatten die Händler beim Stoffmarkt auf dem Saporishja-Platz im Angebot.

Foto: Kerstin Bögeholz

Oberhausen.   Die pralle Sonne passte bestens zum Frühlingsfest in der Oberhausener Innenstadt. Stoffmarkt, Automobile und Straßenmusiker ziehen die Gäste an.

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Wer am Sonntag auf die Wetterkarte blickte, stand vor einem Problem: Mantel, T-Shirt, lange Ärmel, kurze Ärmel? Nachdem die Sonne den Samstag noch üppig verwöhnte, gab es am Nachmittag in der Innenstadt nach bewölkten Startschwierigkeiten eine wohlige Zugabe. Der Frühlingsmarkt von der Marktstraße bis zum Saporishja-Platz hatte seinen Namen diesmal wirklich verdient.

Welch eine Wonne! Dabei hätten geschickte Hände die zu warme Ausgehkleidung hier auch problemlos luftiger gestalten können. Der Stoffmarkt auf Holland wirkte wie maßgeschneidert für das bunte Innenstadtfest.

Der Saporishja-Platz, der diesmal den durch Baustellenzäune eingeengten Altmarkt ersetzte, war als lebendige Flaniermeile kaum wiederzuerkennen. Marktstand an Marktstand an Marktstadt. Taschenschneiderei aus feinem Filz konkurrierte mit textilen Futtereinlagen. „Haste schon gesehen? Toller Schnitt! Passt genau! Oder soll ich nachmessen!“ Gesprächsfetzen aus der Welt der kleidsamen Stoffrollen.

Straßenmusik auf der Einkaufsstraße

Wem bei all der Auswahl die Haare zu Berge standen, der konnte sich vom Fachpersonal beraten lassen. Antistatisches Schneidern lag hoch im Kurs. Knapp 50 Händler brachten ihre Spezialitäten unter das Volk. Beim Feilschen um den Preis konnte der Charme der alten Schule einen Erfolg bringen, beim Bezahlen klappte es moderner. Einige Händler ermöglichten den Stoffhandel bargeldlos mit der EC-Karte. Im Wust der Wolle tauchte so doch noch ein wenig Plastik auf.

Auf der Marktstraße und Elsässer Straße öffneten für fünf Stunden die Geschäfte. Da steckte Musik drin. Straßenmusiker verwandelten das Flanieren in eine audiovisuelle Angelegenheit. Thematisch abgestimmte Songs wie „Money, Money, Money“ hörte man zum Verkaufsoffenen Sonntag nicht. Dafür reichte die Klangkost von klassischen Geigern bis rassigen Gitarristen.

Walking über die Marktstraße

Den Crêpe mit Käse, Salami oder süßer Schokolade konnten die Kinder beim Spielemobil an der Oberen Marktstraße wieder abtrainieren. Aktivitäten durften beim sonnigen Sonntag nicht fehlen. Der Spurt über die Marktstraße fiel allerdings gänzlich aus. Auf der gut besuchten Einkaufsstraße reichte es neben Kinderkarussells und Schlemmerständen im stockenden Verkehr höchstens für gemütliches Walking.

Fußläufiges war sowieso Trumpf. Besondere Automobile parkten zum Bestaunen. Der Verein „Oberhausener Schätzchen“ zeigte auf dem Friedensplatz hiesige Garagenschönheiten. Besonders beliebt beim Bestaunen: ein Käfer Cabriolette (H-VW 999) aus dem Jahr 1970. Bei diesem abgefahrenen Prachtwetter war dies auch kein Wunder!

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Einem Uhrmache r etwas genauer über die Schulter zu blicken, war ebenso möglich, wie bei einem auf die Straßensteine aufgemalten 3D-Bild einen zweiten Blick zu riskieren.

Einige Schausteller beteiligten sich ebenfalls am Frühlingsfest. Vor allem die Kleinkarussells für Kinder wurden genutzt.

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