POLITIK

Sherlock Holmes lässt grüßen – FDP fordert Mülldetektive

In Gladbeck gibt es sie schon – die Mülldetektive: Reiner Baranowski (re.) und Michael Gonska arbeiten dort beim Ermittlungsdienst des Zentralen Betriebshofs (ZBG) und untersuchen auf diesem Archivbild gerade einen nicht angemeldeten Sperrmüllhaufen nach Hinweisen auf den Verursacher.

In Gladbeck gibt es sie schon – die Mülldetektive: Reiner Baranowski (re.) und Michael Gonska arbeiten dort beim Ermittlungsdienst des Zentralen Betriebshofs (ZBG) und untersuchen auf diesem Archivbild gerade einen nicht angemeldeten Sperrmüllhaufen nach Hinweisen auf den Verursacher.

Foto: Lutz von Staegmann / FFS

Oberhausen.  Wilder Müll – ein stadtweit bekanntes Dauerärgernis in Oberhausen. Die FDP will das Problem nun mit Sherlock-Holmes-Methoden lösen.

Das passt gut zur laufenden Ordnungsoffensive in Alt-Oberhausen: Die FDP beantragt, städtische „Mülldetektive“ in Oberhausen verstärkt einzusetzen, um so den Abfallsündern besser auf die Spur zu kommen und ihre dreisten Taten zu ahnden.

Erst zum Auftakt der jüngsten Ordnungsoffensive hatte Dezernent Michael Jehn am Montag einen aktuellen Fall von der Saarstraße geschildert. Nach einer Bürgerbeschwerde war die WBO ausgerückt und hatte dort einen großen, wilden Müllhaufen entfernt. „Doch 24 Stunden später lag da schon wieder jede Menge wilder Müll im öffentlichen Verkehrsraum“, berichtete Michael Jehn – was zeigt, wie schwierig es ist, dieses gravierende Problem nachhaltig zu lösen.

„Immer wieder die gleichen Bereiche betroffen“

Die Freien Demokraten formulieren mit Blick auf den wilden Müll im Stadtgebiet von Oberhausen: „Auffällig ist, dass immer wieder gleiche Bereiche oder Flächen betroffen sind.“ Deshalb erscheine es sinnvoll, an solchen Orten „verdeckte Mülldetektive“ einzusetzen – falls nötig „auch rund um die Uhr“. Die Beseitigung solcher wilder Müllkippen sei letztlich aufwändiger und teurer als ein frühzeitiger und vorbeugend wirkender Einsatz von städtischen Mülldetektiven vor Ort.

Die Freien Demokraten zeigen sich entschlossen: Nur die „konsequente Ermittlung von Verursachern“ werde auf längere Sicht Wiederholungstäter und Nachahmer abschrecken und eine Verhaltensänderung bewirken. Am 31. Oktober wird nun der Umweltausschuss über den Antrag der FDP beraten.

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