Ferienstart

Verkehrswacht gibt Tipps für sichere Autofahrt in den Urlaub

Gepäck muss gesichert werden, damit es bei einem Unfall nicht zum Geschoss wird.

Gepäck muss gesichert werden, damit es bei einem Unfall nicht zum Geschoss wird.

Foto: Silvia Marks / dpa

Oberhausen.  Kein loses Gepäck, ausreichend Ruhezeiten, Hände weg vom Smartphone! Die Verkehrswacht erklärt, wie man mit dem Auto sicher in den Urlaub fährt.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Die Ferien haben begonnen, auch viele Oberhausener Familien machen sich dieser Tage mit dem Auto auf den Weg in den Urlaub. Damit die Fahrt möglichst sicher verläuft, gibt die Oberhausener Verkehrswacht einige Tipps.

„Vor der Fahrt sollten auf jeden Fall der Reifendruck, Ölstand und das Kühlwasser kontrolliert werden“, erklärt Willi Taubner, Polizist und Vorsitzender der Verkehrswacht Oberhausen. „Gerade die Reifen sind bei langen Fahrten und hohen Temperaturen starken Belastungen ausgesetzt und sollten deshalb regelmäßig kontrolliert werden.“

Ist der Ersatzreifen an Bord?

Wichtig sei, dass der Druck der Beladung angepasst wird. Wie hoch der Druck sein muss, könne man im Tankdeckel, im Seitenteil der Autotür oder in der Bedienungsanleitung des Fahrzeugs nachsehen. Taubner: „Und bitte denken Sie auch an den Ersatzreifen!“

Vor Fahrtantritt sollte ebenfalls die Profiltiefe der Reifen überprüft werden, empfiehlt Willi Taubner. „Das geht ganz einfach mit einer Ein-Euro-Münze. Der goldfarbene Rand ist etwa drei Millimeter breit. Wenn er im Reifenprofil verschwindet, ist die Profiltiefe ausreichend.“

Schweres immer nach unten

Im Fahrzeuginneren sollten Rettungswesten für alle Insassen griffbereit liegen. In vielen europäischen Ländern ist es Pflicht, dass man bei einer Panne vor Verlassen des Fahrzeugs die Westen anlegen muss. Warndreieck und Verbandskasten müssen für den Notfall nicht nur vorhanden, sondern auch leicht zugängig sein. Nicht zu verachten: Für alle Mitfahrer sollten Getränke und leichte Snacks an Bord sein.

Das Gepäck muss ordentlich gesichert sein. Dabei gilt der Grundsatz: Schweres immer nach unten. „Mit Spanngurten und Gepäcknetzen kann man verhindern, dass aus oben aufliegenden Gegenständen bei einer Vollbremsung Geschosse werden“, erklärt der Vorsitzende der Verkehrswacht.

Sekundenschlaf ist große Gefahr

Die Aufmerksamkeit gilt immer der Straße. „Also Finger weg von Smartphones oder anderen elektronischen Geräten!“, rät Taubner eindringlich. „Keine Nachricht ist so wichtig, dass man für sie das eigene Leben und das Leben anderer gefährden darf.“

Sich ausgeruht ans Steuer zu setzen sei ebenso wichtig wie regelmäßige Pausen einzulegen, in denen man durch Bewegung den Kreislauf mit Sauerstoff versorgt. „Wer zu lange fährt, läuft Gefahr, Opfer des Sekundenschlafs zu werden“, mahnt der Verkehrsexperte. „Sobald man erste Anzeichen von Müdigkeit bemerkt, sollte man den nächsten Parkplatz ansteuern und eine Pause einlegen.“

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben