Freizeitlärm

Streit um Kneipe in Oberhausen: "Gaststätte wird zur Disco"

Michael Stanev hat die Kneipe „Stanis Eck" in Oberhausen an der Falkensteinstraße im Jahre 2017 eröffnet.

Michael Stanev hat die Kneipe „Stanis Eck" in Oberhausen an der Falkensteinstraße im Jahre 2017 eröffnet.

Foto: Kerstin Bögeholz / FUNKE Foto Services

Oberhausen.  Michael Stanev, Kneipenwirt von Stani’s Eck, beklagte sich über Beschwerden eines Anwohners. Dieser sagt, er könne nachts kaum noch schlafen.

Schon vor der Corona-Krise mussten sich Kneipenwirte mit vielen Problemen herumschlagen. So berichtete die Redaktion über den Oberhausener Michael Stanev, Wirt der beliebten Alt-Oberhausener Gaststätte „Stani’s Eck“ an der Ecke Mellinghofer/Falkensteinstraße.

Er erhielt vom Ordnungsamt eine mittlerweile aufgehobene Verfügung, die Musik nach 22 Uhr verboten hat, weil sich ein Nachbar immer wieder über abendlichen Lärm beschwert hatte. Dadurch blieb so mancher Gast lieber zu Hause und verzichtete darauf, in der Kneipe zu feiern.

Kneipe wird "immer mehr zu einer Disco"

Nach unserem Bericht meldete sich Metin Olgac, der über den stetigen Lärm verärgerte Kneipen-Nachbar.„Meine Frau und ich sind vor 18 Jahren dort eingezogen. Die Gaststätte wurde zwar schon damals betrieben, doch viele Leute trafen sich dort nur für ein Bierchen oder zum Skatspiel. Dann ist sie immer mehr zur einer Disco geworden“, beschreibt der Familienvater.

Lautstarke Gespräche vor der Kneipentür

Dabei hebt der 47-Jährige hervor, dass er für den Lärm nicht den Wirt verantwortlich macht. „Meiner Meinung nach sind es die Gäste, da dort viel junges Publikum ist und einige sich auch draußen vor der Tür beim Rauchen lautstark unterhalten.“ Der Berufskraftfahrer ist häufiger zur Frühschicht eingeteilt und steht dann mitten in der Nacht um 1:30 Uhr auf. „Da muss man einfach Regeln der Nachtruhe einhalten“, sagt er.

Olgac kann auch verstehen, dass Einschränkungen im Kneipenbetrieb das Geschäft beeinträchtigen. „Aber ich muss auch an meine Familie denken und ich hörte so viel von der Musik“, berichtet er. „Ich habe vier Kinder im Alter zwischen neun und 20 Jahren. Ein Kind ist in der Schule eingeschlafen und wurde von der Lehrerin gefragt, ob es für seinen Vater arbeiten müsse. Auch ich musste zeitweise ohne Schlaf zur Arbeit.“ Er merkt aber auch an, dass sich die Situation schon in den vergangenen Monaten vor dem Corona-Lockdown gebessert habe. Er hofft darauf, dass dies auch nach der Corona-Krise so bleibt.

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