Mobilitätsumfrage

Der Schwerlastverkehr bleibt in Xanten im Fokus

Warum kann das Durchfahrverbot nicht auch tagsüber gelten?, fragen genervte Anwohner der Poststraße.

Warum kann das Durchfahrverbot nicht auch tagsüber gelten?, fragen genervte Anwohner der Poststraße.

Foto: Ostermann, Olaf (oo)

Xanten.  Rund 300 Anregungen zur Mobilität in Xanten sind bei der Stadt über die Online-Plattform schon eingegangen. Viel beklagt: der Schwerlastverkehr.

Tempo-30-Zonen im Stadtgebiet, bessere Radwege und natürlich der Schwerlastverkehr auf der Poststraße: Rund 300 Anregungen, Hinweise, Wünsche und Ideen zur Mobilität in Xanten sind über die Beteiligungsplattform INKA bereits eingegangen. Seit sechs Wochen haben Xantener Bürger die Möglichkeit, Anmerkungen zu verschiedenen Verkehrsmitteln online einzutragen. Diese sollen dabei helfen, ein Mobilitätskonzept für die Stadt zu erstellen. „Wir haben schon mit vielen Anregungen gerechnet, 300 sind für diesen Zeitraum aber wirklich sehr viel“, erklärt Björn Gerritz, zuständig für das Mobilitätskonzept bei der Stadt Xanten. Die mit Abstand meisten Einträge sind bisher zum Thema Autoverkehr (146 Einträge) getätigt worden. Dahinter folgen die Themen Radverkehr (77 Einträge), Fußverkehr (57 Einträge), Bus und Bahn (12 Einträge) und Lkw (10 Einträge).

Der Schwerpunkt der Anregungen zum Thema Autoverkehr liegt bisher auf den zu hohen Geschwindigkeiten und dem Wunsch Tempo 30-Zonen im Stadtgebiet einzurichten. So zum Beispiel auf der Sonsbecker Straße. „Warum wird dort nicht Tempo 30 eingeführt?“, regt ein anonymer Bürger an. „Fahrradfahrer können aufgrund der Breite sowieso nicht überholt werden. Außerdem könnte die Stadt ein Zeichen setzen, dass Fahrradfahren dem Auto vorgezogen wird. Als Luftkurort könnte an so einigen Stellen über ein geringeres Tempo nachgedacht werden“, heißt es weiter.

79 Zustimmungen erhielt auch der Beitrag, der die Geschwindigkeitsmissachtung in Höhe eines Wohnheims für Menschen mit Autismus am Trajanring kritisiert. „Trotz der vielen Hinweise, dass sich dort ein Wohnheim befindet, wird die 50er Begrenzung oft missachtet und stellt eine große Gefahr für die Anwohner dar“, schreibt ein Bürger in seiner Anmerkung. Die Installation eines festen Blitzers sei sinnvoll, da der mobile Blitzer nur für wenige Stunden Erleichterung bringen würde.

Radverkehr

Beim Thema Radverkehr dominieren die Anmerkungen zu gefährlichen Situationen an Querungsstellen und Kreuzungen, unsicheren Wegeführungen und teilweise mangelhaften Oberflächen. Außerdem fordern insgesamt 95 Personen, dass der Deichweg zwischen Vynen und Obermörmter für Radfahrer geöffnet werden sollte. „Das würde die Bewohner in Obermörmter vom Fahrradtourismus entlasten.“

Fußverkehr und Schwerlastverkehr

Zum Fußverkehr gibt es bisher vielfältige Einträge zu den Wegebreiten und -führungen, zugeparkten Gehwegen sowie fehlende Beleuchtung, Querungsmöglichkeiten und Bedarfsampeln. Zwar gibt es insgesamt nur zehn Einträge zum Lkw-Verkehr, inhaltlich gehen die meisten aber in die gleiche Richtung: Die Xantener fordern eine bessere Lösung für den Schwerlastverkehr auf der Poststraße. Fünf Beiträge mit insgesamt 326 Zustimmungen gibt es bereits zu diesem Anliegen. „Nach langen Diskussionen existiert auf der Poststraße endlich ein Nacht- und Durchfahrtsverbot, das jedoch nur selten kontrolliert wird“, so ein Bürger. „Der Lärm und Schmutz bleibt uns Anwohnern tagsüber unverändert erhalten. Wir haben eine exzellente Umgebung für Schwerlaster zum Gewerbegebiet. Ich frage mich, wieso ist das, was nachts möglich ist, nicht auch über Tag machbar“, schreibt der Anwohner weiter. Die bisherigen Anregungen werden bereits ausgewertet und auf ihre Umsetzbarkeit geprüft. „Zu einigen Sachverhalten liegen sogar schon Pläne vor“, betont Gerritz. So zum Beispiel im Bereich der Bundesstraße 57. Kritisiert wurde zum Beispiel, dass die Überquerungshilfe zwischen Kurpark und dem Wohngebiet Lüttinger Feld nicht beleuchtet ist. „Wir sind gerade dabei, die Verkehrsinsel nachzurüsten“, so Gerritz.

Wer einem bestehenden Beitrag auf der Online-Plattform zustimmen möchte, der kann einen grünen Haken setzen. Wer eine Anregung als nicht erforderlich ansieht, der bewertet sei mit einem roten Kreuz.

Weitere Anregungen und Bewertungen können noch bis zum 1. Juli unter dem folgenden Link vorgenommen werden: https://www.buergerbeteiligung.de/xanten_mobilitaet

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