Notarztversorgung

Sorge um Notarztstandorte in Rheinberg und Xanten wächst

Der Kreis Wesel will ein Jahr lang auswerten lassen, wie oft die Notärzte der Rettungswachen in Rheinberg und Xanten nachts zu Einsätzen gerufen werden und was das kostet.

Der Kreis Wesel will ein Jahr lang auswerten lassen, wie oft die Notärzte der Rettungswachen in Rheinberg und Xanten nachts zu Einsätzen gerufen werden und was das kostet.

Foto: Armin Fischer

Rheinberg/Xanten.  In Rheinberg und Xanten soll analysiert wrrden wie oft Notärzte zu Einsätzen gerufen werden und dabei auch die Kosten berücksichtigen.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Der Kreis Wesel will ein Jahr lang auswerten lassen, wie oft die Notärzte der Rettungswachen in Rheinberg und Xanten nachts zu Einsätzen gerufen werden und wie viel das kostet. Vom Ergebnis soll abhängen, ob die beiden Notärzte weiterhin von 19 bis 9 Uhr in den beiden Städten oder künftig in der Rettungswache in Alpen stationiert werden. Das sieht der neue Rettungsdienstbedarfsplan vor, der jetzt vom Ausschuss für Rettungswesen beraten wurde. Eine Mehrheit der Mitglieder empfahl dem Kreistag, dass er in seiner nächsten Sitzung am 12. Dezember dem Vorschlag der Kreisverwaltung zustimmt. Es gab vier Enthaltungen, aber keine Nein-Stimmen.

Resolutionen beider Stadträte

Der Rettungsdienstbedarfsplan legt fest, wo sich Rettungswachen und Notarztstandorte im Kreis befinden und wie diese mit Fahrzeugen sowie Personal ausgestattet sind. Ein Gutachter hatte vorgeschlagen, dass die Notärzte in den Nachtstunden von Rheinberg und Xanten abgezogen und in der Rettungswache in Alpen stationiert werden. Dagegen protestierten die beiden Städte. Sie befürchten, dass der Notarzt nicht mehr rechtzeitig bei einem Patienten eintreffen kann, wenn er von Alpen kommt.

Der Kreis Wesel schlug daraufhin vor, dass die Einsatzzahlen ein Jahr lang überprüft werden und dann eine Entscheidung getroffen wird. Aber auch das lehnen Xanten und Rheinberg ab. Sie befürchten, dass die Entscheidung für eine Zusammenlegung der Standorte nachts in Alpen nur auf die Zeit nach der Kommunalwahl 2020 verschoben werden soll.

Die Stadträte beider Kommunen beschlossen Resolutionen, in denen sie den Verbleib der Notärzte auch nachts in Xanten und Rheinberg fordern. Dem folgte der Fachausschuss für Rettungswesen in Wesel aber nicht. Stattdessen sprachen sich die meisten Mitglieder für den Vorschlag der Kreisverwaltung aus.

Bürgermeister Görtz ist besorgt

Auch Dietmar Kisters (CDU) aus Xanten stimmte dafür, wie er unserer Redaktion sagte. Er sehe das Gesamtpaket, erklärte das Kreistagsmitglied. Der Rettungsdienstbedarfsplan enthalte viele gute Punkte, und für Rheinberg oder Xanten ändere sich erst einmal nichts. Bevor die Notärzte nachts nach Alpen verlegt würden, berate die Politik noch einmal darüber. Jürgen Bartsch (Grüne) enthielt sich im Ausschuss. Er habe nicht mit Nein gestimmt, weil der Rettungsdienstbedarfsplan einige Verbesserungen für den Kreis vorsehe, sagte der Rheinberger. Aber er könne die Pläne für die Notarztstandorte in Rheinberg und Xanten nicht mittragen. Deshalb habe er dem Vorschlag der Verwaltung nicht zugestimmt.

Xantens Bürgermeister Thomas Görtz äußerte sich besorgt. Die Zusammenlegung der nächtlichen Notarztstandorte in Alpen werde im Rettungsdienstbedarfsplan schon so ausführlich beschrieben, dass er befürchte, sie werde nur um ein Jahr verschoben, sei aber schon geplant.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben