Übung

300 Feuerwehrleute im Einsatz

 Ein großes Unglück hat sich am Bahnhof ereignet.

 Ein großes Unglück hat sich am Bahnhof ereignet.

Foto: Jürgen SChade

Burbach.  Viele Zuschauer versammeln sich am Burbacher Bahnhof, um die Großübung der Freiwilligen Feuerwehr Burbach zu beobachten.

Im Rahmen des Doppeljubiläums „800 Jahre Burbach“ und „50 Jahre Großgemeinde Burbach“ hat die Freiwillige Feuerwehr Burbach ihre Herbst-Großübung jetzt im Bereich des Bahnhofs durchgeführt. Für die Feuerwehr auch unter Mitwirkung der DRK-Bereitschaft mit Kräften aus Burbach, Neunkirchen und Eiserfeld standen rund 300 Einsatzkräfte zur Verfügung.

Rund 200 Zuschauer hatten sich am Bahnsteig des Bahnhofs eingefunden und wurden professionell von Feuerwehrmitglied Horst Moroziuk über Lautsprecher über das Geschehen der Übung informiert. Mit dabei waren auch Vertreter der Bahn, die den Ablauf der Übung mit Spannung verfolgten.

Das Szenario

Am Samstag gegen 13 Uhr ist es im Bereich des Bahnhofs Burbach zu einem folgenschweren Unglück gekommen – und alle Einsatzkräfte müssen helfen. Im Bahnhof wartet ein Personenzug der Hessischen Landesbahn mit rund 25 Reisenden auf seine Weiterfahrt. Aufgrund eines Stellwerksfehlers wird ein in den Bahnhof einfahrender Güterzug mit Kesselwagen der Siegener Kreisbahn auf das Gleis des Personenzuges geleitet und kollidiert mit diesem. Bei dem Zusammenstoß wird der Kraftstofftank der Lokomotive aufgerissen, es läuft Dieselkraftstoff aus. Ein Kesselwagen, in dem sich Salzsäure befindet, wird ebenfalls stark beschädigt und Salzsäure tritt aus.

Die Lokomotive gerät durch den Aufprall im vorderen Bereich in Brand, der auf den Personenzug überzugreifen droht. Der Lokführer wird durch den Aufprall schwer verletzt. Von den im Personenzug befindlichen werden zwei Personen eingeklemmt und schwer verletzt. Weitere drei Personen sind schwer verletzt, die übrigen Reisenden sind leicht verletzt oder unverletzt.

Die Übung

Nacheinander wurden alle neun Einheiten der Freiwilligen Feuerwehr Burbach alarmiert sowie die Einsatzeinheit des Deutschen Roten Kreuzes und der Rettungsbus der Verkehrsbetriebe Westfalen-Süd. Die Aufgabenstellungen bestanden darin, die beteiligten Personen zu retten, sie zu versorgen und Verletzte abzutransportieren.

Zeitgleich erfolgte die Brandbekämpfung an der Diesellok und Riegelstellung zum Personenzug. Ein Trupp hatte die Aufgabe des Abdichtens des Dieseltanks. Zudem mussten die Einsatzkräfte den Diesel auffangen. Auch das Auffangen von Gefahrstoffen und die Niederschlagung von Dämpfen unter dem Chemikalienschutzanzug standen auf der Übungsliste.

Auch musste auch eine Not-Dekontaminationsanlage für die Einsatzkräfte aufgebaut sowie eine Verletztensammelstelle eingerichtet werden.

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