Wirtschaft

Burbach/Neunkirchen: Grundstücke in Rübgarten II verkauft

Wirtschaftsförderer Christian Feigs (von links), Burbachs Bürgermeister Christian Ewers und Neunkirchens Bürgermeister Dr. Bernhard Baumann freuen sich über die erste Vermarktung im interkommunalen Gewerbegebiet Rübgarten II

Wirtschaftsförderer Christian Feigs (von links), Burbachs Bürgermeister Christian Ewers und Neunkirchens Bürgermeister Dr. Bernhard Baumann freuen sich über die erste Vermarktung im interkommunalen Gewerbegebiet Rübgarten II

Foto: Tim Haacke

Burbach.  Die Gemeinden Burbach und Neunkirchen vermarkten gemeinsam das Gewerbegebiet Rübgarten II. Zielgruppe sind Familienunternehmen aus der Region

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Die Bürgermeister der Gemeinden Burbach und Neunkirchen freuen sich über den nächsten Entwicklungsschritt des interkommunalen Gewerbegebiets Rübgarten II. Die ersten Flächen konnten an lokale Unternehmen vermietet werden.

Was bisher geschah

Seit seinem Amtseintritt beschäftigt ihn das interkommunale Projekt, erzählt Christoph Ewers, Burbachs Bürgermeister und Vorsteher des Zweckverbandes. 2004 gab es die ersten Überlegungen. Ein erster Plan sah vor, das Gewerbegebiet Rübgarten I zu verlängern und hinter Würgendorf weiterzubauen. Dies hätte aber für den Ort eine starke Belastung bedeutet und war auch aus naturschutzrechtlichen Gründen nicht möglich.

2006 fällten beide Gemeinderäte den entsprechenden Grundsatzbeschluss, 2008 gab es die landesplanerische Genehmigung der Bezirksregierung, bis 2011 folgten die Erschließungsplanung, die Vorbereitung der Bauleitplanung und die nötigen Gutachten. In den Jahren 2012 und 2013 wurde der Bebauungsplan aufgestellt und 2014 und 2015 folgte die Erschließung des ersten Bauabschnitts.

Zwischen 2015 und 2018 erhielten die Gemeinden bereits verschiedene Anfragen für die Flächen, die sie jedoch aufgrund des im Verhältnis zur Fläche niedrigen Arbeitsplatzaufkommens ablehnten. Jetzt freuen sich die Verantwortlichen über die erste Vermarktung an lokale Unternehmen.

Wer sich ansiedelt

Die Menk Metallbau GmbH, eine Tochterfirma von FeBa Fensterbau, siedelt sich auf einer Fläche von 18.000 Quadratmetern im neuen Gewerbegebiet an. Menk verlässt aufgrund erhöhter Produktionszahlen den Industriepark Burbach, FeBa bleibt dort. Die UWE Krumm GmbH gibt ihren bisherigen Sitz im Industriepark Burbach auf, um auf einer Fläche von 2,6 Hektar in Rübgarten II einen größeren Standort zu errichten. Die bisherige Fläche erwirbt die Vetter Group GmbH.

„Unsere Strategie ist aufgegangen“, freut sich Christoph Ewers. „Die Gemeinden im Zweckverband waren sich einig über das Vorgehen, sowohl was die Zustimmung als auch die Ablehnungen angeht.“

Das Verhältnis zwischen der benötigten Fläche, den geschaffenen Arbeitsplätzen und der zu erwartenden Gewerbesteuer, nennt Dr. Bernhard Baumann, Neunkirchens Bürgermeister und stellvertretender Vorsteher des Zweckverbandes, als Kriterium für die Entscheidungen.

„Wir können eine noch so tolle Region sein – wenn wir keine Arbeitsplätze haben, können wir keine Menschen anlocken“, sagt Baumann. Er freut sich daher besonders über sich ansiedelnde Familienunternehmen, bei denen Mitarbeiter die wichtigste Ressource sind.

Mit der Ansiedlung im neuen Gewerbegebiet deutet sich in den Unternehmen auch jeweils ein Generationswechsel an. Ein schönes Zeichen, finden die beiden Bürgermeister. Sie hoffen, dass die Betriebe in Familienhand bleiben und auch die verbliebenen Flächen an solche vergeben werden können.

Wie es weitergeht

Der Anfrage eines dritten Unternehmens aus Burbach hat die Zweckgemeinschaft bereits zugestimmt. Dieses plant eine große Halle auf einem über drei Hektar großen Gebiet zu errichten, die es wiederum an ein regionales Unternehmen vermieten wird. Aufgrund dieser Konstellation möchten die Unternehmen vorerst anonym bleiben.

Erfahrungsgemäß erhöhen die ersten Ansiedlungen die Aufmerksamkeit für neue Gewerbegebiete, so dass die Verantwortlichen jetzt mit einer noch höheren Nachfrage rechnen. „Statistisch gesehen siedeln sich am ehesten Unternehmen aus 100 Kilometer Umkreis an“, so Christian Feigs, Burbacher Wirtschaftsförderer. Die Firma Menk hat den Bauantrag bereits gestellt, der Baubeginn wird für das Frühjahr 2020 erwartet.

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