Lebensmittelhandel

Corona Siegen: Darum braucht man Einkaufswagen im Supermarkt

Philip Senner desinfiziert vor dem Edeka-Markt Haupt in Weidenau die Einkaufswagen. Die Kundin Ulrike Fuchs findet diese Maßnahme gut und hat volles Verständnis.  

Philip Senner desinfiziert vor dem Edeka-Markt Haupt in Weidenau die Einkaufswagen. Die Kundin Ulrike Fuchs findet diese Maßnahme gut und hat volles Verständnis.  

Foto: Kai Osthoff

Siegen.  Viele Supermärkte in Siegen und Umgebung lassen Kunden nur noch mit Einkaufswagen rein – damit nicht zu viele Menschen gleichzeitig im Markt sind

Um die Sicherheits- und Hygienebestimmungen in der Coronakrise einhalten zu können, setzen viele Supermärkte in der Region auf eine simple, aber sehr effektive Maßnahme: Nur Kunden mit Einkaufswagen dürfen den Markt noch betreten.

Denn die Läden sollen nur eine bestimmte Anzahl Kunden gleichzeitig hineinlassen, abhängig von der Größte des Markts. Um Mindestabstände einhalten zu können, setzen viele Lebensmittelhändler auf „Einbahnstraßenregelungen“.

Siegen: Begrenzte Einkaufswagen – begrenzte Kunden gleichzeitig im Markt

Bei Edeka Haupt in Weidenau sagt Philip Senner derzeit unzählige Male „Guten Tag, bitte benutzen Sie einen Einkaufswagen“. Der Lebensmittelmarkt lässt maximal 50 Personen gleichzeitig ins Geschäft, so Marktleiter Stephan Haupt – also kommt nur hinein, wer einen der derzeit auf 50 Stück limitierten Einkaufswagen hat.

Viele Supermärkte verfahren inzwischen nach diesem Prinzip, um die Zahl der Kunden besser kontrollieren zu können – andernfalls müsste am Eingang jemand zählen oder ein Sicherheitsdienst Wache schieben. Edeka Haupt leistet sich zusätzlich den Studenten Philip Senner, der sogar nach jeder Benutzung die Einkaufswagen für den nächsten Kunden desinfiziert und in den Unterstand zurückschiebt.

Die Kunden von Edeka Haupt in Weidenau finden die Einkaufswagen-Regel gut

Die meisten Kunden finden das gut. Kundin Ulrike Fuchs ist an diesem Morgen mit ihrem Partner einkaufen, beide brauchen einen Einkaufswagen, auch wenn sie im gleichen Haushalt leben. Dank der Einkaufwagen halten die Kunden auch einen gewissen Abstand zueinander, sagt Philip Senner. „Ich finde diesen Schritt sehr gut. Irgendwo muss ja mal angefangen werden“, meint Ulrike Fuchs.

Das findet auch Gabriele Hörnig: „Ich komme aus der Pflege und weiß, wie wichtig Hygiene ist. Es geht darum, sich selbst und andere zu schützen.“ Marktleiter Haupt hat auch Desinfektionsmittelspender bestellt – aber bis die kommen, dauert es wohl noch.

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