Corona-Pandemie

Corona Siegen: Die Kunden wollen Schutzvisiere

Mike Janson mit einem Acryl-Visier, das das Gesicht nicht verdeckt.

Mike Janson mit einem Acryl-Visier, das das Gesicht nicht verdeckt.

Foto: Michael Kunz / Michael Kunz, Siegen

Siegen.  Der Siegener Verkäufer Mike Janson schwört auf durchsichtige Schutzvisiere in der Corona-Pandemie. Die Nachfrage steigt.

Inzwischen gehören die Visiere und Masken ganz offiziell zum Angebot. Zeitweise habe er 4000 in der Woche verkauft, sagt Mike Janson, der im Foyer des Siegener Real-Marktes Tabak, Blumen und Zeitschriften verkauft. Und in diesen Tagen eben auch Corona-Schutz. Das durchsichtige Acryl-Visier, das mit einem Gummi am Kopf befestigt wird, ist für den Kaufmann ein echter Renner geworden.

„Wir wurden gefragt, ob wir das hier auch haben, ursprünglich gab es das ja nur bei Rewe“, erzählt Janson über die Anfänge vor einigen Wochen. Eine Mitarbeiterin des Marktes sei da gekommen, „inzwischen habe ich wohl die gesamte Belegschaft ausgestattet“. Und dann wollten auch die Kunden die Visiere haben. Die Bestelllisten wurden immer länger: „Wir bekommen jetzt zwei Lieferungen in der Woche.“

Corona-Pandemie: Durchsichtige Visiere immer beliebter

Tatsächlich wird immer wieder gefragt, beziehungsweise gleich zugegriffen bei diesem speziellen Produkt, das inzwischen auch auf der Verkaufstheke steht, gleich neben der Waage für die DHL-Post. Janson selbst ist überzeugt von der durchsichtigen Alternative, die in Siegen entwickelt worden sei und inzwischen „praktisch überall angeboten wird“.

Die Mund-Nasen-Masken könne er nur bedingt den ganzen Tag ertragen, atme ungesundes CO ein, „nicht gut“, findet er. Als Brillenträger hat er noch zusätzlich – wie viele andere – mit dem ständigen Beschlagen der Gläser zu tun. Das Problem gebe es mit dem Visier gar nicht, „außerdem habe ich immer frischen Sauerstoff“. Für zehn Euro gibt es ein Set mit zwei Ersatzvisieren, „ich nutze immer noch das erste.“ Die Reinigung sei ganz einfach. Es lohne sich also in jeder Hinsicht.

Siegener Verkäufer: Maskenpflicht nur im Ladenlokal

Janson kann allerdings verstehen, dass es Menschen gibt, die nach einem langen Tag unter dem Acryl Kopfschmerzen bekommen. „Sicher, allein schon das Gummi um den Kopf die ganze Zeit“, nickt er. Deshalb nutzen seine Mitarbeiterinnen und er den Freibereich für Pflanzen und Gartenartikel hinter dem Ladenlokal für die Pausen. Dort gilt keine Maskenpflicht. Und während der Chef das alles erzählt, wird drinnen schon wieder ein Visier verkauft.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben