Deutsches Rotes Kreuz

Deutsches Rotes Kreuz ehrt „Schulsanis“ in Neunkirchen

Dr. Martin Horchler und Heinz-Wilhelm Upphoff (von rechts) überreichen den „Schulsanis“ die Ehrenurkunde.

Dr. Martin Horchler und Heinz-Wilhelm Upphoff (von rechts) überreichen den „Schulsanis“ die Ehrenurkunde.

Foto: Gemeinde Neunkirchen

Neunkirchen.  Seit einem Vierteljahrhundert hat die Realschule des Freien Grundes einen Sanitäterdienst. Sie war damit die erste in Westfalen-Lippe.

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„Ihr könnt stolz sein“, brachte Friedrich Wenzelmann, der Kreisrotkreuzleiter a. D., die Leistung der Schulsanitäter der „Realschule des Freien Grundes“ auf den Punkt. Seit 25 Jahren existiert an der Neunkirchener Schule ein Schulsanitätsdienst, kurz SSD.

Idee stammt aus der DDR

Im Ernstfall lautet das Motto hier: Schüler helfen Schülern. Ein viertel Jahrhundert leistet der Schulsanitätsdienst Erste Hilfe und schließt die Lücke zwischen der Erstversorgung und dem Eintreffen des Rettungsdienstes. Der SSD geht auf die Initiative von Wolfgang Hartmann, seinerzeit Ausbildungsleiter und Friedrich Wenzelmann, damals Vorsitzender der Schulpflegschaft, zurück.

Bei ihrer Überlegung, wie man junge Menschen in den Dienst für die Gemeinschaft einbinden konnte, erfuhren sie vom aktiven Schulsanitätsdienst, der in der ehemaligen DDR fest etabliert war. Die beiden machten sich zur Aufgabe, dieses Angebot auch in Neunkirchen einzurichten. Seitens der Realschule wurde vom damaligen Schulleiter Achim Schneider sofort Unterstützung zugesagt.

Sanitäterdienst rettete bereits Leben von Mitschüler

So war der Schulsanitätsdienst der „Realschule des freien Grundes“ nicht nur der erste im Gemeindegebiet, sondern auch der erste kreisweit und im DRK-Landesverband Westfalen-Lippe. Schulleiterin Petra Scholl begrüßte in ihrer Ansprache auch Corinna Lemberg, die einst zu den ersten Schulsanitäterinnen zählte. Inzwischen hat die 40-Jährige ihr Hobby zum Beruf gemacht und arbeitet als Kinderkrankenschwester in der Kinderklinik Siegen.

Bürgermeister Dr. Bernhard Baumann ging in seiner Rede auf eine wahre Begebenheit ein, in der die Maßnahmen des Schulsanitätsdienstes einem jungen Mitschüler das Leben gerettet hatten. Neben dem praktischen Nutzen, wirke sich der SSD auch positiv auf das Verantwortungsgefühl und den Teamgeist innerhalb der Schule aus, erklärte der Verwaltungschef.

Inzwischen gibt es im DRK-Landesverband rund 4000 Kinder und Jugendliche, die sich an 431 Schulen engagieren. „Strukturiert und mit pädagogischem Konzept“ biete der SSD nicht nur Sicherheit für den Notfall, so Heinz-Wilhelm Upphoff, Vizepräsident des DRK-Landesverbandes. Er sei eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung, die Verantwortungs- und Selbstbewusstsein stärke. Die derzeit neun aktiven „Sanis“ freuten sich sehr, dass ihr Engagement auf diese Weise gewürdigt wurde.

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