MINT-Förderung

Die First Lego League bleibt in Siegen-Wittgenstein

Der neue Ausrichter Kevin Lee Hörnberger (links) und Sebastian Weber von Datasec besiegeln die Fortführung der First Lego League in der Region.

Der neue Ausrichter Kevin Lee Hörnberger (links) und Sebastian Weber von Datasec besiegeln die Fortführung der First Lego League in der Region.

Foto: Siegberg Kommunikation

Siegen.  Die Regionalrunde der First Lego League (FLL) wird künftig von der Firma Datasec unterstützt. Diesmal nehmen 17 Schulmannschaften teil.

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Der Kreis Siegen-Wittgenstein bleibt Austragungsort eines Regionalwettbewerbs der „First Lego League“ (FLL). Künftig wird der Siegener IT-Dienstleister Datasec die Unterstützung übernehmen, wie es in einer Mitteilung des Unternehmens heißt. Für die neue Runde haben sich 17 Schulmannschaften aus den Kreisen Siegen-Wittgenstein und Olpe angemeldet.

Mit 40.000 Teams in 98 Ländern sei der naturwissenschaftliche Wettbewerb „eines der erfolgreichsten Bildungsprogramme weltweit“, heißt es weiter. Allein in Deutschland gebe es 83 Regionalwettbewerbe. Bisher richtete das Berufsbildungszentrum (bbz) der Industrie- und Handelskammer (IHK) Siegen die regionale Meisterschaft aus (siehe Infobox). Nun übernimmt Datasec. Der Wettbewerb sei „eine der erfolgreichsten Maßnahme, um junge Menschen für Naturwissenschaften und Informatik zu begeistern“, sagt Geschäftsführer Sebastian Weber.

Nachwuchskräfte gewinnen

Kevin-Lee Hörnberger, Informatiklehrer an der Gesamtschule Eiserfeld, für die FDP Mitglied im Siegener Rat und Ausrichter der Regionalrunde, habe beim Unternehmen wegen Unterstützung nachgefragt, und „wir haben ohne zu zögern zugesagt, zumal wir seit letztem Jahr mit unseren Auszubildenden am Evangelischen Gymnasium auch den Aufbau eines Physik-Informatik-Kurses begleiten, der auch an dem Wettbewerb teilnehmen wird“, erläutert Weber.

Von der FLL versprechen sich die Unterstützer langfristig positive Effekte für den Wirtschaftsstandort Südwestfalen. Dort seien insbesondere Fachkräfte im MINT-Bereich – Mathe, Informatik, Naturwissenschaften und Technik – „erkennbare Mangelware“. „Die Hoffnung besteht, dass eine frühe Förderung bei den Schülern das nachhaltige Interesse an diesen Fächer erhöhen wird“, wie der Mitteilung weiter zu entnehmen ist. „Das Thema Digitalisierung wird in Zukunft die Wettbewerbs- und Überlebensfähigkeit der Unternehmen unserer Region nachhaltig bestimmen.“

Die Schülerinnen und Schüler messen sich mit selbst konstruierten und programmierten Lego-Robotern in vierzehn verschiedenen Aufgaben. Zum Schuljahresbeginn wurden die Aufgabenpakete an die Schulen versendet. Unter der Schirmherrschaft der Bundesministerin für Bildung und Forschung, Anja Karliczek, setzen sich Schüler und Schülerinnen zwischen neun und 16 Jahren mit dem Themenkomplex „Bauen der Zukunft“ auseinander.

Teamgeist und Kreativität

Dabei geht es um Aspekte wie Verkehr, Barrierefreiheit oder auch Naturkatastrophen. Gefragt seien „Teamwork und Fantasie“ um „Lösungsideen für die Herausforderungen moderner Architektur- und Stadtentwicklung“ zu erarbeiten. Auf speziellen Spieltischen müssen sich die selbstgebauten Roboter schließlich bewähren.

„Wie die Jugendlichen zu Lösungsansätzen kommen, ist ihnen selbst überlassen. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, die Aufgaben zu lösen“, erklärt Kevin-Lee Hörnberger. Eine Fachjury bewertet die Ergebnisse. Hörnberger arbeitet bereits seit der Ausrichtung des ersten Regionalwettbewerbs in Siegen-Wittgenstein und Olpe 2008 in der Organisation mit. Jetzt ist er federführend beteiligt.

Mit 17 Schulmannschaften seien für die aktuelle Regionalrunde so viele Anmeldungen eingegangen wie zuletzt bei der Einführung vor gut zehn Jahren. Jede Mannschaft darf bis zu zehn Mitglieder haben. Zum ersten Mal wird es Anfang November auch einen Vorwettbewerb zur eigentlichen Kreismeisterschaft geben. Dieser findet am 2. November in den Räumen der Datasec in Siegen statt. Neu ist auch, dass es erstmals eine Junior-Liga für die Grundschulen geben wird.

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