Verkehr

Kreuztal: Straßen-NRW plant nächste B-508-Baustelle

Der Ausbau der B 508 wird 2020 zwischen Kredenbach und Dahlbruch fortgesetzt

Der Ausbau der B 508 wird 2020 zwischen Kredenbach und Dahlbruch fortgesetzt

Foto: Steffen Schwab / WP

Kredenbach.  Zwischen Kreuztal und Hilchenbach geht der Ausbau der B 508 weiter. Die freie Strecke zwischen Kredenbach und Dahlbruch wird 2020 zur Baustelle.

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Die Kompletterneuerung der B 508 zwischen Kreuztal und Hilchenbach geht in die nächste Runde. In den kommenden Jahren soll das Teilstück zwischen Ferndorf und Dahlbruch, unterteilt in drei Etappen, umgebaut werden. Die Arbeiten am ersten Bauabschnitt, der freien Strecke zwischen Dahlbruch und Kredenbach, sollen bereits im kommenden Jahr beginnen. Den Landesbetrieb Straßenbau informierte die Bürger bei einer Veranstaltung in der Kredenbacher Turnhalle über das gesamte Projekt.

Die neue B 508

Die Fahrbahn in beiden Fahrtrichtungen wird 3,5 Meter breit. Auf der nördlichen Bergseite wird ein getrennter Geh- und Radweg gebaut. Der Gehweg soll 1,5 Meter breit werden, der Radweg zwei Meter, dazwischen gibt es einen 30 cm breiten Begrenzungsstreifen. Zwischen dem Radweg und der Fahrbahn gibt es einen 70 cm breiten Sicherheitsabstand. Auf der Talseite verläuft ein ebenfalls zwei Meter breiter Radweg, der von einer 3 Meter breiten Mulde vom Fahrbahnrand getrennt wird. Die Planungen für den zweiten und dritten Bauabschnitt sehen ähnlich aus, zwischen Fahrbahn und südlichem Radweg liegt hier nur ein 1,75 Meter breiter Grünstreifen.

An stark befahrenen Zufahrten, wie dem Einkaufszentrum Kredenbach, werden zusätzliche Linksabbiegerspuren angelegt. Durch eine kurvenreichere Führung der Fahrbahn und den Bau einer Verkehrsinsel vor der Ortseinfahrt soll die Einhaltung der Geschwindigkeitsbegrenzung gefördert werden. Übergangshilfen für Fußgänger und barrierefreie Bushaltestellen sollen die Situation für die Bürger insgesamt komfortabler machen. Im Zuge der Bauarbeiten werden außerdem eine neue Gashochdruckleitung und eine Trinkwassertransportleitung gelegt.

Drei Etappen

Der erste Bauabschnitt ist 570 Meter lang und reicht von der Ortseinfahrt Kredenbach (Einmündung Kellershain) bis nach Dahlbruch (Einmündung In der Aspe). Der zweite Bauabschnitt ist die ein Kilometer lange Ortsdurchfahrt Kreuztal-Kredenbach von der Einmündung Kellershain bis zur Einmündung Starenweg. Die freie Strecke zwischen Kredenbach (Starenweg) und Ferndorf (Einmündung Zitzenbachstraße) bildet den dritten, 540 Meter langen, Bauabschnitt. Die drei Etappen sollen in dieser Reihenfolge nacheinander in Angriff genommen werden.

Die Arbeiten am ersten Abschnitt sollen bereits im Februar 2020 mit der Baufeldfreimachung beginnen und bis 2021 abgeschlossen sein. Die Planungen zu diesem Teilstück laufen bereits seit 2017, erforderliche Gutachten und Verhandlungen mit betroffenen Akteuren sind laut Straßen NRW abgeschlossen. Geplant sind die Baumaßnahmen am zweiten Abschnitt für 2022/23 und am dritten Abschnitt für 2023 und die Folgejahre. Diese Zeitangaben seien aufgrund des Fortschritts der Planungen derzeit noch mit Vorsicht zu genießen, sagte Johannes Müller, zuständiger Projektleiter von Straßen NRW.

Die Hintergründe

17.000 Fahrzeuge befahren die B 508 laut einer Messung von Straßen NRW aus dem Jahr 2015 täglich, darunter 1000 mehr als 3,5 Tonnen schwere Wagen. Immerhin 120 Radfahrer benutzen die Straße (oder den Gehweg) täglich. Der Zustand der Straßen ist an vielen Stellen schlecht, weshalb die Sanierung notwendig ist.

Bei der Informationsveranstaltung konnten sich die Bürger über die Hintergründe informieren. Mitarbeiter von Straßen NRW beantworteten Fragen zu Umwelt- und Lärmschutz, rechtlichen Grundlagen, wasserbaulichen Maßnahmen und zur Regelung des Verkehrs. So wird eine 3,5 Meter breite Strecke einseitig befahrbar bleiben, eine Ampel regelt den Verkehr.

Die Anwesenden standen dem Vorhaben überwiegend positiv gegenüber. „Es wird allgemein befürwortet, weil die neue Straßenführung das Ortsbild positiv beeinflusst“, fasste Johannes Müller die zahlreichen Gespräche des Abends zusammen. Die Kosten für den Straßenbau trägt der Bund, die Stadt Kreuztal muss sich an den Kosten für die Gehwege, die Beleuchtung, Bushaltestellen und die Einmündungen beteiligen. Ob die Kosten teilweise auf die Bürger umgelegt werden, ist noch unklar.

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