Jugendkunstschule

Osterbasteln: In fünf Schritten zur individuellen Deko

Ostern kann kommen: Die Schülerinnen von Inge Zöller (Mitte) können die Ostereier diesmal in ihre selbst gemachten Osterkörbchen aus Filz legen.

Ostern kann kommen: Die Schülerinnen von Inge Zöller (Mitte) können die Ostereier diesmal in ihre selbst gemachten Osterkörbchen aus Filz legen.

Foto: Johanna Nies

Siegen.   Bald werden wieder Ostereier gesammelt. Doch wohin mit der Ausbeute? Inge Zöller weiß, wie aus Filz und Seife ein super Osterkörbchen wird.

In wenigen Tagen geht sie wieder los, die Suche nach Ostereiern in Siegens Gärten. In der Jugendkunstschule am Bismarckplatz haben sich die Schülerinnen von Inge Zöller bereits bestens vorbereitet. In nur eineinhalb Stunden haben die Nachwuchs-Künstler ihr ganz individuelles Osterkörbchen kreiert. In wenigen Schritten zum ganz persönlichen Osterkorb aus Filz:

1. Das Material

Die Zutaten sind überschaubar. Für ihre Schützlinge hat Inge Zöller Luftpolsterfolie, Filzwolle in verschiedenen Farben, Olivenseife und eine Ballbrause dabei.

Die Folie sollte dabei ungefähr ein Meter mal 50 Zentimeter groß sein. Auf der ausgebreiteten Folie wird die Filzwolle in einer rundlichen Form auf der Hälfte der Folie angeordnet. Der Durchmesser des Filzkreises sollte dabei nicht kleiner als 30 Zentimeter sein.

Farblich sind keine Grenzen gesetzt, was sich die Schülerinnen nicht zweimal sagen lassen müssen. „Wichtig ist, dass die Filzschicht nicht zu dünn ist“, empfiehlt die Kunstpädagogin. Mehrere Filzschichten sind gefragt.


2. Gutes Fett

Als nächstes wird die Olivenseife gebraucht. Mit einem Teppichmesser schneidet Inge Zöller kleine Stückchen von der Seifen ab. „Warum denn Olivenseife? Die riecht komisch“, merkt Schülerin Pauline an. Die Olivenseife sei besonders reich an Fett, weswegen sie sich für ein gutes Filzergebnis anbiete, erklärt Inge Zöller.

In heißem Wasser wird die Seife mithilfe eines alten Pinsels verquirlt, um die Seife schneller aufzulösen. Mit der Ballbrause kommt das Gemisch zum Einsatz. Großzügig begießt Inge Zöller die Filzkreise auf den Folien mit dem Seifenwasser.

Dann wird die Folie zugeklappt, sodass sie den Filz umschließt. Einen zusätzlichen Spritzer Seifenwasser gibt es obendrauf auf die Folie, damit der nächste Arbeitsschritt wie von selbst gleitet.

3. Schaumige Angelegenheit

In kreisenden Bewegungen gilt es nun, mit den Händen über die zugeklappte Folie zu reiben. „Wichtig ist, dass ihr von außen nach innen und nicht von innen nach außen reibt“, erklärt die Kursleiterin. Sonst bestehe die Gefahr, dass man den Filz unter der Folie auseinanderreißt.

Zwischendurch legt Inge Zöller nochmal etwas Seifenwasser nach und überprüft dabei, ob das Filzkonstrukt schon reif für die erste Wende ist. Von beiden Seiten soll der Filz gleichermaßen bearbeitet werden. Spätestens jetzt zeigt sich, bei wem die Filzschichten doch etwas zu dünn angelegt wurden. Kleinere löchrige Stellen erweisen sich aber als nicht weiter tragisch.

Hat sich der Filz zu einem stabilen Fladen verbunden, wird er zusammengeknüllt und geknetet. Dass aus dem schaumtriefenden Filzball ein Osterkörbchen werden soll, lässt sich hier noch nicht erahnen.


4. Schockbaden

Nach dem heißen Bad im Seifenwasser wird das Filzknäuel nun mit kaltem Wasser und einem alten Pinsel bearbeitet. Nach ungefähr fünf Minuten kann der Filz ausgewrungen und auf einem Tisch ausgebreitet werden. Jetzt gilt es, den Filzfladen mit der flachen Hand ordentlich durchzuklopfen, bevor es zum letzten Arbeitsschritt kommt.

5. In Top-Form

Ist der Filz robust und gefestigt, kann er nun mit Hilfsmitteln in die gewünschte Form gebracht werden. „Ihr könnt euch dafür zum Beispiel einfach eine Schüssel nehmen, die von der Größe her zu eurem Filz passt“, so Inge Zöller. Der Filz wird dann über die Schüssel gestülpt und einige Zeit zum Trocknen hingestellt.

Wenn die Feuchtigkeit vollständig aus dem Filz gewichen ist, ist der Naschbehälter fertig. Fehlen nur noch die entsprechenden Ostereier und Naschereien.

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