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So lernen die Siegener Studis am liebsten

Der perfekte Lernort sieht für jeden anders aus - manche machen es sich zum Beispiel am Tisch gemütlich, andere lieber auf dem Sofa.

Foto: Michael Fassel

Der perfekte Lernort sieht für jeden anders aus - manche machen es sich zum Beispiel am Tisch gemütlich, andere lieber auf dem Sofa. Foto: Michael Fassel

Siegen.   Zwischen den Unterlagen auf dem Boden oder doch lieber in der Bibliothek – die Vorlieben der Studenten sind verschieden.

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Ob Philosophie oder Psychologie, ob Betriebswirtschaftslehre oder Bauingenieurwesen – alle Studis vereint das lästige Lernen. Das Verhalten (Nervosität, Reizbarkeit, Unruhe) und die äußere Erscheinung (Jogginghose, ungemachte Haare, manischer Blick) eines lernenden Studierenden sind allen wohl bekannt. Aber an welchen Orten lernen die Siegener Studis eigentlich am liebsten?

Der Bibliothek-Typ

Der Klassiker und fast wie in alten Zeiten: Lernen an einem ruhigen Platz in der Bibliothek, umgeben von hohen Bücherregalen, die durchaus einen dekorativen Mehrwert haben.

An einem solchen Ort hat auch Goethe bereits seine Studien gemacht – allerdings wurde er weder von Facebook-Anfragen noch durch das Aufblinken des Smartphones unterbrochen.

Handys allerdings sind in der Bibliothek aus durchaus triftigen Gründen tabu. Wer es trotzdem mit zum Arbeitsplatz nimmt, sollte es zumindest lautlos stellen, damit die anderen Studierenden beim Lernen nicht gestört werden. Und wenn man sich an die Regeln hält, ist dann die Bibliothek nicht der optimale Lernort?

Für Alexander Mosig, der Literatur, Kultur und Medien im Bachelor studiert, sind solche Lernumgebungen unerlässlich. „Ich bevorzuge definitiv ruhige Orte“, erklärt er. Als studentische Hilfskraft eines Professors könnt er oftmals dessen Büro nutzen.

Je nach Verständlichkeit des Textes oder des Stoffes setzt er sich auch mal ins Café Chaos, um zu pauken. „Aber nur, wenn es einigermaßen leise ist. Sonst lerne ich in der Bibliothek, Gerade beim Powerlernen brauche ich absolute Ruhe.“

Der Café-Typ

Ruhe ist jedoch nicht für jeden von Vorteil. So sieht es jedenfalls Sophia Menner, die Deutsch und evangelische Theologie auf Lehramt studiert: „Die Bibliothek war mir bisher immer zu still, sodass ich sogar schon vom Atmen des Nachbarn genervt war.“

Absolute Stille heißt eben nicht, dass es ein komplett geräuschloser Ort ist. Ein Niesen oder das Tippen auf der Tastatur wirken dann umso lauter. Die Studentin gehört zu jenen Lerntypen, die sich in einer eher gemäßigten Geräuschkulisse besser auf den Stoff konzentrieren können.

Daher bevorzugt sie Cafés, Wiesen oder Parkanlagen, „am liebsten Orte, wo einfach ein bisschen Leben ist“, so Menner. Doch nicht immer begibt sich Sophia zum Lernen in die Öffentlichkeit.

Manchmal können auch die eigenen vier Wände eine passende Lernatmosphäre bieten: „Wenn ich zu Hause lerne, dann meistens in meinem Zimmer oder auf der Couch im Wohnzimmer“, sagt die Lehramtsstudentin. „Und dabei läuft meistens entweder Musik oder der Fernseher.“ Davon aber lässt sie sich keineswegs ablenken.

Der Zuhause-Typ

Das heimische Sofa ist auch für LKM-Student Christian Bocksch der optimale Lernort. „Da habe ich nicht den Druck, etwas, was ich lerne, verstehen zu müssen, wie in der Bibliothek“, bemerkt er. „Vorher leihe ich mir die Bücher aus und habe sie dann griffbereit.“

Zu Hause könne er sich und die Bücher auch besser ausbreiten und müsse keine Rücksicht auf andere Lernenden nehmen. Ähnlich sieht es auch Ludmilla Gergert. Sie studiert Spanisch und Philosophie auf Lehramt, lernt am liebsten zu Hause und geht dabei besonders kreativ vor: „Ich lerne am liebsten auf dem Boden in meinem Zimmer“, erklärt sie.

„Da kann ich meine Notizen und sämtliche Bücher ausbreiten und behalte den Überblick.“ Der Schreibtisch sei jedenfalls nicht ihr bevorzugter Lernort.

Wo auch immer ihr am liebsten lernt, wir drücken die Daumen für alle anstehenden Klausuren!

>>>> INFO: Checkliste vermeidbarer Störfaktoren beim Lernen

Einen Platz finden, der entweder absolut ruhig ist oder eine geringe Geräuschkulisse hat.

Social Media-Apps schließen und/oder ignorieren, wenn man im Internet arbeitet.

Das Handy auf lautlos stellen oder ganz abschalten, um Ablenkung zu vermeiden.

Dem Chaos vorbeugen und Organisation und Ordnung in die Unterlagen bringen.

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