Integration

Sprachcafé: Internationale Gäste beim Sommerfest in Burbach

Über 100 Gäste folgten der Einladung zum Sommerfest des Sprachcafés.

Über 100 Gäste folgten der Einladung zum Sommerfest des Sprachcafés.

Foto: Gemeinde Burbach

Burbach.  Das Sprachcafé Mitte in Burbach erfreut sich großer Beliebtheit. Lernen, Hilfe und Geselligkeit stehen im Vordergrund.

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Mindestens 15 Nationalitäten waren vertreten, als das Burbacher Sprachcafé Mitte zum Sommerfest einlud. Vertreter des Sozialamts, der Familienservicestelle, Bürgermeister Ewers sowie Gäste und Mitarbeiter aus allen Kirchen und Freikirchen sowie zahlreiche Bürger freuten sich über perfektes Wetter, Sport- und Spieleangebote und das Kuchen- und Salatbüffet.

Dank für Engagement

Im Mittelpunkt standen die Hüpfburg, der Grill, die eritreische Kaffeezeremonie – und natürlich die persönlichen Begegnungen. Im Namen der ehrenamtlichen Sprachcafé-Mitarbeiter begrüßte Waltraud Gelber die Gäste. Jürgen Braun, Leiter der Evangelischen Gemeinschaft Burbach, äußerte seine Freude darüber, dass das Sprachcafé seit der Gründung vor zwei Jahren seine Heimat im Gassenweg gefunden hat. Die Arbeit ist seitdem sichtbar gewachsen und mittlerweile gut in Burbach etabliert.

Bürgermeister Ewers wandte sich in seinem Grußwort mit großer Wertschätzung an die Gäste: „Ich bedanke mich für das große Engagement aller Ehrenamtlichen und Helfer, die mit ihrem Einsatz entscheidend die Integration fördern. Dies ist ebenfalls ein Zeichen für die Geflüchteten, die sich nicht entmutigen lassen müssen, auch wenn manche Dinge nicht auf Anhieb funktionieren.“ Vier Migranten aus China, Tibet, Syrien und dem Iran wurden dann von der Integrationsbegleiterin Susanne Riderer zu einem Kurzinterview nach vorne gebeten. Übersetzungen war nicht nötig, da alle vier Deutsch sprechen können. Sie gaben einen kleinen Einblick in ihre aktuelle Situation und bedankten sich bei den Ehrenamtlichen, die ihnen so manche Tür geöffnet und in schwierigen Situation zur Seite gestanden haben.

Chancen ergreifen auf dem Arbeitsmarkt

So unterschiedlich die Migranten sind, so unterschiedlich sind ihre Wege und Ziele. Ein syrischer Bauingenieur zum Beispiel möchte am liebsten in seinem erlernten Beruf arbeiten. Andere möchten gerade nicht bei dem bleiben, was sie in ihrer Heimat gemacht haben, sondern die Chance ergreifen, in Deutschland einen (neuen) Beruf zu erlernen oder zu studieren.

Seit zwei Jahren ist das Sprachcafé im Gassenweg 28 jeden Mittwoch von 16 bis 19 Uhr geöffnet. Wer möchte, kann Deutschunterricht bekommen, erhält Hilfe beim Ausfüllen von Formularen, kann Fragen loswerden oder auch einmal seine Sorgen vergessen und Spaß haben.

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