Forschung

Uni Siegen: FoKoS macht landesweite Studie für Ministerium

Prof. Dr. Andreas Pinkwart (links) und der Direktor des Forschungskollegs „Zukunft menschlich gestalten“, Prof. Dr. Dr. Björn Niehaves, sprechen in Düsseldorf über ihre Zusammenarbeit. Foto:Uni Siegen

Prof. Dr. Andreas Pinkwart (links) und der Direktor des Forschungskollegs „Zukunft menschlich gestalten“, Prof. Dr. Dr. Björn Niehaves, sprechen in Düsseldorf über ihre Zusammenarbeit. Foto:Uni Siegen

Siegen/Düsseldorf.   Das Forschungskolleg der Universität Siegen erarbeitet Digitalisierungsstrategien. Sie sollen als Basis für künftige Projekte in Kommunen dienen.

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Das Land Nordrhein-Westfalen möchte die Digitalisierung der Kommunen unterstützen. Im Bereich der Verwaltung soll deshalb die Studie „Digitalisierungsstrategien für Kommunen“ des Forschungskollegs „Zukunft menschlich gestalten“ (FoKoS) der Universität Siegen zur Entwicklung einer „strategischen Basis künftiger Projekte“ beitragen. Den Auftakt zur landesweiten Studie bildete eine Veranstaltung in Düsseldorf.

„In Zeiten der Digitalisierung muss jedes einzelne Projekt auf ein größeres Ganzes einzahlen, weil sie die übergreifenden Strukturen sonst nicht gemeinsam aufbauen können“, sagte der Direktor des FoKoS, Prof. Björn Niehaves. Die Aufgabe von Digitalisierungsstrategien sei es, eine Vielzahl an Möglichkeiten einzufangen, auf die lokalen Bedarfe und Anforderungen anzupassen und zu einem nachhaltigen strategischen Ganzen zu verbinden. Neben der Vernetzung und dem Austausch der Kommunen sei dem Minister für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen Prof. Andreas Pinkwart vor allem der Fokus auf den Bürger wichtig. Er betonte, dass dieser in der digitalen Welt stets im Mittelpunkt stehe. „Wir müssen uns eine Idee davon machen, was den Menschen wirklich interessiert, was er braucht und wie wir das mit Hilfe der Digitalisierung besser machen könnten“, sagte Pinkwart.

Politische Dokumente analysiert

Im Vorfeld der Veranstaltung analysierte das Projektteam des FoKoS politische Dokumente sowie Best Practice-Beispiele ausgewählter Städte und führte Interviews mit kommunalen Vertretern. Anhand dieser Erhebungen präsentierte Niehaves erste markante Erkenntnisse und diskutierte sie mit rund 60 Teilnehmern. Die Befunde sollen in den kommenden Monaten mit den noch ausstehenden Ergebnissen einer landesweiten Umfrage gespiegelt werden.

In der anschließenden Diskussionsrunde stand der Erfahrungsaustausch im Vordergrund. Gemeinsam mit dem „Chief Digital Officer“ der Stadt Düsseldorf, Peter Adelskamp, Dr. Jan Brandt vom VDI-Technologiezentrum und dem Vertreter der Initiative „Intelligente Vernetzung“ des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie, Thilo Zelt, diskutierte Niehaves über die Herausforderungen und Chancen bei der Entwicklung von solchen Strategien. „Digitalisierungsstrategien dienen einerseits zur Legitimation und andererseits zur Reduktion der komplexen Thematik“, erklärte Thilo Zelt. Jan Brandt verwies auch auf die Mitarbeit anderer staatlicher Einrichtungen, um Mitgestaltung zu fördern. Denn: „Digitalisierung ist eine Gemeinschaftsaufgabe“, sagte auch Peter Adelskamp.

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