Ferienangebote

Sprockhövel: Abgespeckter Ferienspaß im Sommer möglich

Die Chancen für einen den Corona-Bedingungen angepassten Abenteuerspielplatz im Sommer stehen nicht schlecht.

Die Chancen für einen den Corona-Bedingungen angepassten Abenteuerspielplatz im Sommer stehen nicht schlecht.

Foto: Fischer / Funke Foto Services GmbH

Sprockhövel  Die Corona-Pandemie hat auch Einfluss auf die Ferienangebote. Der Mitmach-Zirkus fällt aus, der Abenteuerspielplatz wird angepasst

Für Peter Schröter wird es in seiner Dienstzeit bei der Stadt Sprockhövel der letzte Ferienspaß sein, den er zusammen mit seinem Team organisiert. Durch Corona jedoch sind in den zurückliegenden Wochen erhebliche Veränderungen nötig geworden, einiges ist ausgefallen. „In den vergangenen Jahren haben sich die Schwerpunkte in den Angeboten verlagert, im Zentrum stehen seitdem der Abenteuerspielplatz, die Workshops und der Zirkus.“

Organisatoren wollten alles retten

Alles wollten die Verantwortlichen retten, „denn es ist uns bewusst, welche hohe Bedeutung der städtische Ferienspaß für die Urlaubsplanung für die Familien in Sprockhövel hat“, sagt Schröter. Besonders bei dem Zirkusprojekt haben sie es sich nicht leicht gemacht und versucht, Artistik und Klamauk im großen Zelt doch noch irgendwie mit den strengen Hygiene- und Abstandsgeboten im Zeichen der Corona-Pandemie in Einklang zu bringen. „Doch es ging nicht“, sagt der Jugendpfleger nun, der Beschluss des städtischen Fachbereichs Jugend, Familie und Schule liegt vor. Alles ist abgesagt, die Eltern aller 80 angemeldeten Kinder haben in diesen Tagen traurige Post von der Stadt bekommen, immerhin: die Teilnahmegebühr wird erstattet.

Existenznot der Zirkusfamilie

Letzten Ausschlag für die Absage des Mitmach-Zirkusprojektes gab vor wenigen Tages das Kreisgesundheitsamt. „So viele Kinder im Zelt plus Betreuer und Familienangehörige – das fand das Amt nicht vertretbar“, sagt Schröter. In arge Schwierigkeiten gerät durch die Corona-Absagen der Veranstalter des Mitmach-Zirkusses, der auch Projektwochen in Grundschulen anbietet, berichtet der Jugendpfleger. „Bereits seit 19 Jahren gibt es die Verbindung zwischen Sprockhövel und dem Familienunternehmen, nun ruht der Betrieb komplett.“ Möglicherweise soll es einen Spendenaufruf geben, an den sich die Fördervereine auch der Sprockhöveler Grundschulen anschließen können, „der Zirkus bietet ja schließlich eine wertvolle pädagogische Leistung an“, findet Schröter.

Jugendzentrum und TSG suchen Ausweg

Zweiter Bestandteil des Ferienspaßes ist der stets in den ersten beiden Wochen oberhalb der Grundschule Börgersbruch veranstaltete Abenteuerspielplatz, bei dem die teilnehmenden Kinder und Jugendlichen Hütten bauen. Ausrichter ist hier nicht die Stadt, sondern das Jugendzentrum in Verbindung mit der TSG Sprockhövel. „Sie haben es aber geschafft, ein Konzept zu erarbeiten, das kleinere Bautrupps vorsieht. Da sich alles draußen abspielt, ist es deutlich leichter, die vorgeschriebenen Sicherheitsabstände zueinander einzuhalten.“

Reduziertes Ersatzangebot

Auch die klassischen Ausflugsfahrten etwa in Freizeitparks, Zoologische Gärten oder Sportanlagen wie dem Kletterwald oder in eine Trampolinhalle können in diesem Jahr nicht angeboten werden. „An einem reduzierten Ersatzprogramm mit wechselnden Angeboten für kleine Kindergruppen zwischen zehn und 20 Teilnehmern wird zurzeit gearbeitet“, sagt Schröter. Mit diesen Angeboten und denen von Sprockhöveler Vereinen und Organisationen wird eine Broschüre im pdf-Format erstellt. „Für das insgesamt sehr abgespeckte Programm lohnte es sich nicht, das üblicherweise in großer Stückzahl produzierte Heft aufzulegen“, so Peter Schröter. Die pdf-Datei soll spätestens Anfang Juni auf der Homepage der Stadt Sprockhövel veröffentlicht werden.

Peter Schröter seit 2002 in Sprockhövel

Nach 40 Jahren im Verwaltungsdienst wechselt Peter Schröter zum 31. Mai teilweise in den Ruhestand.

Der Gevelsberger, der vor seinen Diensten für Sprockhövel bis 2002 im Kreisjugendamt gearbeitet hat, wird noch einige Zeit im Bereich der betrieblichen Wiedereingliederung tätig sein.

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