Aus Sundern kommt ein "Appell für die Hunde"

Hundeelend kann in Zeiten von Corona schnell entstehen...

Hundeelend kann in Zeiten von Corona schnell entstehen...

Foto: WP

Tierschützerin Brigitte Mathes aus Amecke warnt vor "Schnellschüssen" bei der Hundeanschaffung in Zeiten von Corona.

Sundern. Mit einem "Appell für die Hunde" meldet sich Brigitte Mathes aus Amecke zu Wort: "Ich kann es einfach noch nicht fassen - so viele entlaufene Hunde", meint die Ameckerin mit Blick auf eine bundesweite Statistik einiger Unternehmen, die mit sogenannten Lebendfallen arbeiten, um verloren gegangene oder entlaufene Hunde wieder zu sichern.

"Ich ahnte zwar, dass die Zahl der entlaufenen Hunde wieder mal hoch liegen wird", so die Tierschützerin, auch mit Blick auf die Coronakrise, "aber - so hoch?" Sie sei schon viele Jahre ehrenamtlich im Tierschutz aktiv, habe schon unzählige Vor-/Nachkontrollen durchgeführt, sei bei einigen Suchaktion dabei gewesen - und habe leider feststellen müssen, dass immer mehr Hunde entlaufen oder verloren gehen, sagt Brigitte Mathes - auch mit Blick auf die Lage in unserer Region.

Die Prozedur des Hundesicherns sei nicht immer einfach, könne Tage, wenn nicht Wochen oder Monate dauern, wobei einige Hunde nie wieder gesichtet werden. Sie persönlich stellt es sich für einen gerade frisch vermittelten Hund ohnehin "gruselig" vor, in ein anderes Land / eine andere Stadt gebracht zu werden, wo alles anders fremd und neu ist. Und als ob das nicht schon genug wäre, komme nun noch ein neuer Trend hinzu, die sogenannten "Coronahunde"... "Viele Menschen wissen im Moment nichts mit ihrer freien Zeit anzufangen, schaffen sich einen Hund an - das kann in den meisten Fällen nur schiefgehen", warnt Brigitte Mathes - und plädiert eindringlich für Vorkontrollen:

Vorkontrollen enorm wichtig

Zahlreiche Hunde würden von Interessenten über Fotos im Internet ausgesucht, nach dem Motto "der ist aber süß, den nehmen wir, der passt zu uns", oder "armer Hund, der hat so viel Schlechtes erlebt, bei uns hat er ein besseres Zuhause".
Was für fatale Entscheidungen das oft mit sich bringe, brauche man nicht groß zu erwähnen... Falls dann auch noch Vorkontrollen (wenn überhaupt durchgeführt) keine neutralen, aussagekräftigen Resultate liefern, so dass beide Seiten sicher sein können, den Hund mit gutem Gewissen vermittelt zu haben, könne das ganz schnell nach hinten los gehen.


"Noch mehr Transparenz und Sensibilisierung könnte so manchem Hund - ob In- oder Ausland - das Leben retten, zumindest aber das Weglaufen reduzieren", stellt die Sundernerin abschließend fest - und bietet ihre Hilfe an:

Wer mehr zu dem Thema erfahren möchte, kann sie per E-Mail kontaktieren: Timmy_11@freenet.de

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